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Politik im Rest der Welt Bauch über Kopf
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20:10 10.06.2017

Die Gewinnerin des Linken-Parteitages in Hannover reiste zeitgleich durch Mexiko: Angela Merkel. Wenn die Bundeskanzlerin es nicht schon längst getan hat, kann sie spätestens jetzt den Sekt für ihre Wiederwahl kalt stellen. Die Linke hat Rot-Rot-Grün zu Grabe getragen. Und das nicht allein mit einem linksradikalen Programm für die Bundestagswahl.

Der Bauch der Linken hat über den Kopf triumphiert. Trotz oder gerade wegen der Lippenbekenntnisse der Parteispitze, am Ziel einer „Mitte-Links-Regierung“ festhalten zu wollen, gab die Basis das unüberhörbare Signal aus, genug zu haben. Genug von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, der lieber die FDP umschmeichelt, als eine „Gerechtigkeitswende“ zu protegieren. Genug von faulen Kompromissen.

Genug sogar vom Genossen Bodo Ramelow, der als Thüringer Ministerpräsident durch die Finanzreform einer Privatisierung von Autobahnen den Weg ebnete.

Stattdessen huldigte die Partei einem neuen Heroen: Jeremy Corbyn. Der britische Labour-Chef steht für die reine linke Leere, für Nato-Austritt, Verstaatlichungen und Reichensteuer. Seinen Erfolgen will die deutsche Linke nacheifern. Sie vergisst dabei nur eines: Nicht die uninspirierte und fehlerbehaftete Theresa May mit ihrer Wahlkampf-Inkompetenz gilt es zu politisch bekämpfen – sondern die taktisch versierte Angel Merkel.

LN

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