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Politik im Rest der Welt Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei LKA-Beamte
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14:14 30.07.2018
Polizeibeamte untersuchen im Januar 2014 den Tatort einer Schießerei. Quelle: dpa
Berlin

Mehr als vier Jahre nach einem Mord im Rockermilieu leitet die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen drei Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) ein. Ihnen wird Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra am Montag auf einer Pressekonferenz.

Mehrere Rocker sollen am 10. Januar 2014 vermummt in ein Wettspiel-Café im Stadtteil Reinickendorf gestürmt sein. Einer der Männer erschoss im Hinterzimmer einen 26-Jährigen.

Keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen

Dem LKA sei laut Staatsanwaltschaft bekannt gewesen, dass sich das spätere Opfer in Gefahr befunden habe. Es gebe Hinweise auf mehrere Fehler seitens der Beamten. So sei etwa das Opfer nicht gewarnt worden und es habe keinen Plan zur Gefahrenabwehr gegeben. Personenschutz gehe jedoch immer vor Ermittlungserfolg, betonte Kamstra.

Zuvor hatte das Landgericht im bislang größten Berliner Rockerprozess in einem rechtlichen Hinweis festgehalten, das LKA habe gewusst, dass so ein Mord passieren könne, aber womöglich „bewusst und unter billigender Inkaufnahme“ keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen. Hintergrund könnte gewesen sein, dass die Ermittler anschließend gegen das Rockermilieu vorgehen wollten. Seit vier Jahren läuft der Prozess.

Von RND/dpa

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