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Politik im Rest der Welt Bundespolizei gelingt Schlag gegen internationale Schleusernetzwerke
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Bundespolizei gelingt Schlag gegen internationale Schleusernetzwerke
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18:27 13.03.2019
Beamte der Bundespolizei führen bei einer großangelegten Razzia gegen eine Bande von mutmaßlichen Menschenschleusern einen festgenommenen Mann ab (Symbolfoto). Quelle: Paul Zinken/dpa
Berlin

Eine internationale Ermittlergruppe ist am Mittwoch gegen mehrere Schleusernetzwerke vorgegangen. Dabei wurden 14 Menschen vorläufig festgenommen, ein Haftbefehl vollstreckt sowie ein Haus durchsucht, wie die Bundespolizei in Potsdam mitteilte. Die Beamten des Ermittlerteams waren in Großbritannien, Österreich und der Türkei im Einsatz.

Die Schleusergruppen hatten demnach mutmaßlich vor allem iranische, irakische, afghanische, syrische und chinesische Staatsangehörige illegal nach Westeuropa gebracht. Sie sollen dafür die Balkanroute sowie Bootsschleusungen über die Ägäis genutzt haben. Während der Aktion wurde nach Polizeiangaben ein Brite im Ausland festgenommen, gegen den in Deutschland ermittelt werde. Er soll nun an die Bundesrepublik ausgeliefert werden.

Einsatz unter deutscher Leitung

Die Internationale Gemeinsame Ermittlungsgruppe (Joint Investigation Team-JIT) unter deutscher Leitung – mit Großbritannien, Rumänien und Ungarn – gibt es den Angaben zufolge seit November 2018. Sie wird von Europol unterstützt.

Die Bundespolizei führt das Ermittlungsverfahren im Auftrag der Staatsanwaltschaft Weiden. Bundespolizeipräsident Dieter Romann bezeichnete den Schlag als „großartigen Erfolg“. Ein Europäischer Haftbefehl sei in Großbritannien vollstreckt worden, in der Türkei seien zehn Personen vorläufig festgenommen und 53 Migranten festgestellt worden.

In Österreich konnten vier Personen vorläufig festgenommen werden. Bei der in Großbritannien durchgeführten Hausdurchsuchung konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden, die nun ausgewertet werden müssen.

Zudem führten die österreichischen Behörden bereits seit dem 12. März 2019 Schwerpunktkontrollen im Bereich der ehemaligen Grenzkontrollstellen sowie im Bahnverkehr durch.

Lesen Sie auch: Großangelegte Razzia gegen Schleuser

Von Jörg Köpke/RND

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