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Politik im Rest der Welt Bundesregierung kritisiert Trump-Sprecher
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17:24 12.04.2017
Sorgt mit seinen Äußerungen immer wieder für Empörung: Sean Spicer.  Quelle: imago
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Berlin

 Die Bundesregierung hat den Sprecher von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, für seinen Vergleich von Giftgasangriffen im Syrien-Krieg mit der Nazi-Zeit kritisiert. „Das zeigt nur, was ohnehin die Haltung der Bundesregierung ist: Jeglicher Vergleich aktueller Situationen mit den Verbrechen des Nationalsozialismus führt zu nichts Gutem“, sagte der Regierungssprecher von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Steffen Seibert, in Berlin.

Spicer hatte zur Forderung an Russland nach einem Stopp der Unterstützung für Präsident Baschar al-Assad gesagt, nicht einmal ein so verabscheuungswürdiger Mensch wie Adolf Hitler sei so tief gesunken, Chemiewaffen einzusetzen. „Ich denke, wenn es zum Saringas kommt, hat er nicht – er (Hitler) hat das Gas nicht gegen seine eigenen Leute benutzt, wie es Assad macht.“ Auf den Einwurf einer Journalistin sagte er: „Ich verstehe Ihren Punkt, danke. Da war nicht (...) Er brachte sie in die Holocaust-Zentren, ich verstehe das.“ Später entschuldigte sich Spicer für den Vergleich.

Die Nazis ermordeten in den Gaskammern von Konzentrations- und Vernichtungslagern mehr als eine Million Menschen mit Giftgas, vor allem Juden, aber auch viele Sinti und Roma sowie andere Gruppen. Insgesamt brachten die Nationalsozialisten sechs Millionen Juden um.

Von RND/dpa

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