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Politik im Rest der Welt Bundesregierung will Soforthilfe für Terroropfer verdreifachen
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Bundesregierung will Soforthilfe für Terroropfer verdreifachen
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09:09 30.04.2018
Eine Schneise der Verwüstung ist auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin zu sehen, nachdem der Attentäter Anis Amri mit einem Lastwagen über den Platz gerast war. Quelle: dpa
Berlin

Die Bundesregierung will als Konsequenz aus dem Terroranschlag vom Berliner Breitscheidplatz die Soforthilfe für Hinterbliebene auf 30.000 Euro verdreifachen. „Der Anschlag vom Breitscheidplatz im Dezember 2016 hat gezeigt, dass gerade hier viel verbessert werden muss“, sagte der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke (SPD), der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.

Eine pauschale Soforthilfe von 10.000 Euro für den Verlust eines Kindes, eines Elternteils oder des Ehegatten beziehungsweise 5.000 Euro für den Verlust der Schwester oder des Bruders sind nach Ansicht des Opferbeauftragten zu wenig. „Ziel ist es, diese Härteleistungen für diese Hinterbliebenen von 10.000 auf 30.000 Euro und von 5.000 auf 15.000 Euro zu erhöhen“, sagte der SPD-Politiker.

Auch Touristen aus dem Ausland, die keine EU-Bürger seien, müssten in Zukunft dieselben Zahlungen wie alle anderen erhalten können, sagte er. Dies sei bislang nicht möglich gewesen. Der Opferbeauftragte will auch erreichen, dass materielle Schäden künftig erstattet werden können. Die Weihnachtsbudenbesitzer hätten Glück gehabt, dass beim Anschlag ein Lkw benutzt wurde, sagte Franke.

Sie hätten daher durch die Verkehrsopferhilfe, eine Einrichtung der deutschen Autohaftpflichtversicherer, eine Entschädigung erhalten. „Hätte sich der Attentäter in die Luft gesprengt, wären sie leer ausgegangen. Das darf so nicht bleiben.“

Von epd/dpa/RND

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