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Politik im Rest der Welt AKK: „Führe keinen Wahlkampf, sondern mache ein Angebot“
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12:16 07.11.2018
Annegret Kramp-Karrenbauer, Generalsekretärin der CDU, spricht über ihre Kandidatur für den Parteivorsitz. Quelle: Gregor Fischer/dpa
Berlin

Sie bricht ihr Schweigen: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht erstmals über ihre Kandidatur für den Parteivorsitz und legt im Wahlkampf mit vielen Inhalten vor. Sie gilt als eine der Favoriten, kandidiert als einzige Frau und wurde bereits offiziell nominiert – und das gleich zwei Mal, vom Saarländischen Landesvorstand und von der Frauen Union.

In den Räumen der Saarländischen Landesvertretung sagte sie: „Kanzlerin Angela Merkel hat für sich die Entscheidung getroffen, auf dem Parteitag im Dezember nicht mehr zu kandidieren.“ Das sei das Ende einer Ära, die sehr durch persönliche Erfahrungen mit der Kanzlerin geprägt gewesen sei „und die CDU auf nachhaltige Art und Weise geprägt hat – wie sehr wird sich erst in den nächsten Jahren herauskristallisieren.“ Bereits heute sei aber klar, dass die Partei Merkel sehr viel zu verdanken habe.

Sie sagte weiter: „Als Nachfolger steht man immer im positiven und negativen auf den Schultern seiner jeweiligen Vorgänger. Die entscheidende Frage ist nun, was man aus dem vorhandenen Fundament Neues und Besseres für die Zukunft machen kann. Merkel hat Raum geschaffen für das nächste Kapitel in der Geschichte Deutschlands.“

Wie das Kapitel allerdings aussehen wird, das entscheide die Partei mit der Wahl des Parteichefs im Dezember. Dabei sei jeder der Kandidaten eine gute Wahl, jeder stehe aber auch für eine andere Zukunft innerhalb der Partei. „Deshalb führe ich keinen Wahlkampf gegen andere, sondern mache ein Angebot.“

Konkret besteht das Angebot von AKK aus drei Punkten:

Sicherung des Wohlstandes: „Wie stellen wir sicher, dass heutiger Wohlstand auch in Zukunft bleibt? Wenn wir die Menschen in diesem Land nicht zu Begeisterten der Digitalisierung machen, werden wir nicht voran kommen.“ Deshalb sei es wichtig, dass sich die Partei Gedanken über die Freiheit für Innovation und Kreativität mache.

Sicherheit: „Wie schaffen wir wieder Vertrauen? Das ist keine nationale Frage, sie stellt sich mittlerweile in allen europäischen Staaten“ Deshalb brauche es konkrete Vorschläge hinsichtlich der Sicherheit in ganz Europa.

Zusammenhalt: „Die Menschen in diesem Land müssen sich wieder Zuhause fühlen. Derzeit beherrscht allerdings eher ein Gefühl der Entfremdung die Gesellschaft.“ Deshalb müsse die Partei Antworten geben und erklären, was die Gesellschaft zusammenhält.

Nachdem Kanzlerin Angela Merkel ihren Rückzug angekündigt hatte, schwieg sie zunächst zur möglichen Kandidatur. Außer ihr positionieren sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn und der ehemalige Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz für den bald vakanten Posten.

Von RND/lf

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