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Politik im Rest der Welt Daniel Günther: Kanzlerin bereitet ihre Nachfolge vor
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Daniel Günther: Kanzlerin bereitet ihre Nachfolge vor
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21:10 11.08.2018
Kiel

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht die Führungsspitze der Christdemokraten im Umbruch. „Es ist nie jemand allein die Zukunft einer Partei“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit Blick auf CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wir haben viele neue Ministerpräsidenten. Wir haben ein Bundeskabinett, das auf CDU-Seite mit jungen Frauen und Männern fast völlig umgebildet wurde. Daher glaube ich, Angela Merkel bereitet alles vor, damit die CDU auch nach ihr eine erfolgreiche Zukunft hat.“

Günther selbst zählt seit seinem Wahlsieg im Mai 2017 auch auf Bundesebene zu den Nachwuchshoffnungen seiner Partei. In unionsinternen Auseinandersetzungen hatte er sich stets auf die Seite Merkels gestellt, zuletzt im Streit um Zurückweisungen von Asylbewerbern an den deutschen Grenzen. Zur seit Längerem schwelenden Debatte um die Nachfolge der Parteichefin sagte der 45-Jährige nun: „Niemand wird bestreiten, dass es eine Zeit geben wird, in der sie nicht mehr Bundesvorsitzende und Kanzlerin sein wird, und das weiß sie auch.“ Merkel will sich Anfang Dezember beim Bundesparteitag in Hamburg als CDU-Chefin zur Wiederwahl stellen.

Eigene bundespolitische Ambitionen wies Günther zurück. „Mein Herz schlägt für Schleswig-Holstein, und dass ich bundesweit ein wenig aktiv bin, kommt unserem Land auch zugute“, sagte er. In einer Umfrage wurde er jüngst zum zweitbeliebtesten Ministerpräsidenten Deutschlands gekürt. Nach gerade einmal einem Jahr im Amt: Zwei Drittel der Schleswig-Holsteiner zeigten sich mit seiner Arbeit zufrieden.

Im Bund sei die Große Koalition über die gesamte Wahlperiode zum Erfolg verdammt, sagte er. „Sie war es schon durch den schwierigen Start bei der Koalitionsbildung, und sie ist es noch stärker geworden durch den Unionsstreit um die Asylpolitik. Jeder Monat, den wir früher neu wählen sollten, würde uns noch mehr schaden, auch im öffentlichen Ansehen.“

LN

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