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Politik im Rest der Welt Deniz Yücel fordert 2,98 Millionen Lira Schadensersatz
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11:15 30.08.2018
Der Journalist Deniz Yücel fordert Schadensersatz Quelle: Soeren Stache/dpa
Istanbul/Berlin

Der „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel fordert für seine mehr als einjährige Gefängnisstrafe von der Türkei Entschädigung. Das teilte der türkische Zweig der Organisation Reporter ohne Grenzen am Mittwoch via Twitter mit. Yücels Anwalt Veysel Ok wird ihn in einem Gerichtsverfahren vertreten, das am 25. September in Istanbul beginnen werde.

Insgesamt fordert der Journalist einen Schadensersatz in Höhe von 2,98 Millionen Lira (rund 400.000 Euro) für die „unrechtmäßige Inhaftierung“. Die Summe setze sich zusammen aus Entschädigungen für Verdienstausfälle und Anwaltskosten sowie Schmerzensgeld wegen Freiheitsberaubung, sagte sein Anwalt Veysel Ok der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Yücel hätte dafür, dass er als Journalist seine Arbeit tat, nicht einmal festgenommen werden dürfen. „Die Regierung und das Gericht müssen einen Preis zahlen für diese Ungerechtigkeit“, so Ok.

Die Inhaftierung Yücels und weiterer Deutscher aus politischen Gründen führte im vergangenen Jahr zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara. Yücel war am 16. Februar aus der Untersuchungshaft im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul entlassen worden - nach mehr als einem Jahr hinter Gittern. Erst unmittelbar zuvor legte die Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift vor, in der Yücel Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen wird. Yücel ist sowohl deutscher als auch türkischer Staatsbürger.

Von RND/dpa

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