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Politik im Rest der Welt Die Ein-Mann-Partei
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21:12 06.01.2018
Von Jörg Köpke

Christian Lindner hätte es tun können. Der FDP-Chef hätte in seiner mit Spannung erwarteten Dreikönigsrede erklären können, wen er künftig neben sich an der Spitze der Partei in der Verantwortung sieht. Baden-Württembergs Landeschef Michael Theurer hatte ihn im Vorfeld aufgefordert, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen und die One-Man-Show zu beenden – auch um sich selbst zu schützen.

Doch Lindner denkt gar nicht daran. Wer noch einen Beleg gesucht hat, dass Lindner die FDP zu einer Ein-Mann-Partei umformt: Stuttgart lieferte ihn. Der charismatische und rhetorisch begnadete Lindner tappt damit in die Merkel-Falle. Wohin es führt, wenn eine Partei über Jahre auf Gedeih und Verderb auf eine Person zugeschnitten ist, zeigt die Partei der Kanzlerin. Die CDU ist seit Jahren erschreckend ideenlos, personell entkernt und ohne belebende interne Debatten. Dass ausgerechnet der schärfste Merkel-Kritiker den gleichen Fehler begeht, ist an Ironie kaum zu überbieten.

LN

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