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Politik im Rest der Welt Die Stunde der Königsmacher
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09:22 03.09.2013
Gregor Gysi (l, Die Linke) und Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) gut gelaunt nach dem TV-Duell. Quelle: dpa
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Berlin

„Wir haben den größten Niedriglohnsektor in Europa“, sagte Gysi gestern Abend im TV-Dreikampf der kleineren im Bundestag vertretenen Parteien im ARD-Fernsehen. Dagegen erteilte FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle staatlichen Eingriffen in die Lohnfindung erneut eine Absage. Trittin wies darauf hin, dass es auch in anderen europäischen Staaten wie Großbritannien und den Niederlanden längst gesetzliche Mindestlöhne gebe. Dagegen gebe es in Deutschland nach wie vor Friseure, „die für 4,50 Euro die Haare schneiden“. Zugleich werde vom Staat Geld ausgegeben, um den Menschen den Lohn aufzustocken.

Gysi bezifferte den Anteil der Menschen mit Niedriglöhnen sogar auf 25 Prozent, da zu den acht Millionen regulär Erwerbstätigen noch weitere sieben Millionen mit Mini-Jobs hinzukämen. „Die Würde des Menschen verlangt, dass sie in Vollzeitarbeit einen Lohn bekommen, von dem sie leben können“, sagte der Linken-Fraktionschef. Brüderle dagegen darauf, in den vergangenen Jahren seien fast zwei Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Ein einheitlicher Mindestlohn sei falsch, weil es regional unterschiedliche Lebenserhaltungskosten gebe und auch die Lage in den verschiedenen Branchen unterschiedlich sei.

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