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Politik im Rest der Welt Spitzenkandidat Weber: EU hat in Brexit-Debatte Fehler gemacht
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12:57 27.12.2018
„Unser Schweigen war ein Fehler“: Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber. Quelle: imago/photothek
Berlin

Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl, Manfred Weber, beklagt schwere Fehler der Europäischen Union in der Brexit-Debatte. „Wir hätten uns während der Brexit-Kampagne einmischen sollen. Wir hätten den Briten sagen sollen: Bleibt bei uns“, sagte der stellvertretende CSU-Vorsitzende dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Zwar sei der Brexit eine nationale Entscheidung, sie betreffe jedoch alle Europäer. „Unser Schweigen war ein Fehler“, sagte Weber über die Strategie der EU im Vorfeld des Referendums im Juni 2016.

Jetzt sei es für eine Einmischung zu spät. „Die Briten haben sich entschieden. Als Demokraten müssen wir das akzeptieren“, betonte Weber. Im Gegenzug müssten die Briten „mit den negativen Folgen ihres Austritts“ leben. „Klar ist aber: Die Tür der EU bleibt für Großbritannien offen“, sagte der konservative Politiker, der im kommenden Jahr die Nachfolge von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker antreten möchte. Er wünsche sich, so Weber, dass das britische Unterhaus dem von der EU-Kommission und der britischen Premierministerin Theresa May ausgehandelten Austrittsvertrag zustimme.

Von Marina Kormbaki/RND

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