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Politik im Rest der Welt Entscheidung im Kampf um Bayern
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20:16 14.09.2013
Beim TV-Kandidatenduell waren CSU-Chef Horst Seehofer (l.) und Herausforderer Christian Ude (SPD) noch auf gleicher Augenhöhe.

Heute, eine Woche vor der Bundestagswahl, wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Und ganz Deutschland wartet gespannt auf das Ergebnis. Kann es doch Signalwirkung für die Wahl am 22. September haben.

Im weiß-blauen Freistaat entscheiden heute knapp 9,5 Millionen Stimmberechtigte über die Besetzung des Landesparlaments und damit auch darüber, wer künftig an der Spitze der Landesregierung stehen wird. Der charismatische SPD-Herausforderer Christian Ude steht dabei offenbar auf verlorenem Posten gegen den Amtsinhaber Horst Seehofer. Der CSU- Vorsitzende hofft sogar auf die absolute Mehrheit für seine Partei.

Zur absoluten Mehrheit der Sitze im Münchner Maximilianeum reichen könnten jedenfalls die 47 Prozent, auf die die CSU in der jüngsten Umfrage von Emnid kommt. Vorausgesetzt die FDP scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde. Was nicht überraschend wäre: Alle Umfragen der letzten Wochen sehen sie bei drei bis vier Prozent. Und Wahlforscher erwarten nicht, dass viele CSU-Anhänger ihre Zweitstimme den Freien Demokraten leihen und ihnen damit über die Sperrgrenze helfen werden. Stimmensplitting habe in Bayern keine Tradition. Außerdem habe sich Anfang des Jahres in Niedersachsen gezeigt, dass zu viele Splittingstimmen dem politischen Gegner zum Sieg helfen können.

Diese Gefahr bestünde allerdings heute in am Bayern nicht. Die SPD kommt in der Emnid-Umfrage von Freitag nur auf 18 Prozent. Und der Trend geht nach unten: Anfang September lag die Bayern-SPD noch bei 20 bis 21 Prozent.

Lang ist es her, dass sie mit Wilhelm Hoegner von 1954 bis 1957 den Ministerpräsidenten stellte. Und der heutige SPD-Traum von einer Regierung zusammen mit den Grünen und Freien Wählern scheint bereits ausgeträumt. Die Grünen stehen bei zwölf Prozent, die Freien Wähler bei acht — die Dreier-Koalition läge mit 48 Prozent nur so hauchdünn vor der CSU, dass sie dieser die Mehrheit der Sitze im Landtag voraussichtlich nicht streitig machen kann. Immer vorausgesetzt, die bayerischen Wähler machen heute ihre Kreuzchen nicht doch deutlich anders als es die Demoskopen anhand ihrer Stimmungstests — sprich: Umfragen — ermittelt haben.

RW/rz

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