Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Ermittler nimmt auch Trumps Schwiegersohn ins Visier
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Ermittler nimmt auch Trumps Schwiegersohn ins Visier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:42 16.06.2017
Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn des US-Präsidenten Trump ist jetzt auch im Visier der Ermittler. Quelle: Pablo Martinez Monsivais
Anzeige
Washington

In der Russland-Affäre hat Sonderermittler Robert Mueller einem Bericht zufolge die geschäftlichen Beziehungen von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, ins Visier genommen.

Mueller untersuche Kushners Finanzen und geschäftliche Beziehungen, berichtete die „Washington Post“ am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Kushner hatte sich vor Trumps Amtsantritt mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak sowie einem Moskauer Bankier getroffen. Deswegen soll er mit im Fokus der Ermittlungen des FBI stehen. Die Bundespolizei ermittelt unter Führung Muellers zu möglichen Absprachen zwischen russischen Offiziellen und Trumps Wahlkampfteam vor der Präsidentschaftswahl im November 2016.

Bei dem Treffen mit Kisljak vor Trumps Amtsantritt habe Kushner vorgeschlagen, eine abhörsichere Kommunikationsleitung zwischen Vertrauten von Trump und dem Kreml einzurichten. Diese sollte demnach über russische Einrichtungen in den USA laufen.

Ein Anwalt Kushners sagte der „Washington Post“, man wisse nicht, worauf sich der Bericht beziehe. „Es würde der gängigen Praxis entsprechen, dass ein Sonderermittler finanzielle Unterlagen überprüft, um nach Verbindungen zu Russland zu suchen“, hieß es in einer Stellungnahme des Anwalts Jamie Gorelick. Kushner habe sich bereits dazu bereit erklärt, dem Kongress Auskunft über alles zu geben, was er zu Russland wisse. Er werde dasselbe bei jeder anderen Untersuchung tun.

Neben Kushner stehen dem Bericht zufolge auch weitere Trump-Vertraute im Fokus der Ermittlung, unter anderem Trumps erster nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn. Er soll bei dem Treffen zwischen Kushner und dem russischen Botschafter dem Bericht zufolge ebenfalls anwesend gewesen sein.

Donald Trump hatte schon vor dem Bericht auf Twitter auf die Untersuchung reagiert: „Ihr werdet Zeuge der größten Hexenjagd in der politischen Geschichte der USA - geleitet von einigen sehr schlechten und sich widersprechenden Menschen!“, schrieb er.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

8,5 Milliarden frische Kredite: Das überschuldete Griechenland darf auf neues Geld hoffen. Allerdings muss der Haushaltsausschuss des Bundestags die Entscheidung der Eurofinanzminister noch absegnen.

16.06.2017

In Kongos Region Kasai ist ein von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbemerkter Konflikt ausgebrochen. Rund 1,3 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Dabei war die Ursache der Gewalt scheinbar unbedeutend.

16.06.2017

Ab dem heutigen Freitag sind es noch 100 Tage bis zur Bundestagswahl. Die Kanzlerin scheint das Umfragetief überwunden zu haben und wieder fest im Sattel zu sitzen. Geht da noch was für Martin Schulz?

16.06.2017
Anzeige