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Politik im Rest der Welt Erdogan-Kritiker muss bis Januar das Land verlassen
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16:07 28.10.2018
Der türkische Journalist Ertugrul „Adil“ Yigit wurde im Bundeskanzleramt aus der gemeinsamen Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem türkischen Präsidenten Erdogan geführt. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Hamburg

Dem türkischen Exil-Journalisten Ertugru „Adil“ Yigit (60) droht die Ausweisung. Yigit lebt seit mehr als 35 Jahren in Hamburg. Seine Aufenthaltsgenehmigung wurde Ende 2017 nicht mehr verlängert, er hatte aber bis zuletzt auf die deutsche Staatsbürgerschaft gehofft. Nun soll Yigit bis Ende Januar das Land verlassen.

Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vermutet Yigit, dass die erneute Aufforderung etwas mit seinem Protest bei der Pressekonferenz mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und Bundeskanzlerin Merkel vor einem Monat zu tun hat. Dort hatte Yigit ein T-Shirt getragen, auf dem er die Freilassung in der Türkei inhaftierter Journalisten forderte. Er war daraufhin aus dem Saal geführt worden.

Linken-Chef fordert: „Abschiebung muss verhindert werden“

Noch vor wenigen Wochen habe ihm die Ausländerbehörde Hamburg mitgeteilt, das Verfahren so lange ruhen lassen zu wollen, bis er die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen habe, sagte Yigit dem RND. Nun aber sei der Brief mit dem Ausreisetermin gekommen.

Yigit, einst Mitglied bei der marxistischen Organisation Devrimci Sol, war Anfang der 1980er Jahre als politischer Flüchtling nach Deutschland gekommen. Er betreibt die Website „Avrupa Postasi“.

Der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger schrieb auf Twitter: „Mehr Duckmäusertum diese Regierung vor Erdogan geht eigentlich nicht mehr. Diese Abschiebung muss verhindert werden!“

Von Jan Sternberg/RND

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