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Politik im Rest der Welt Fahndung nach Extremisten dauert an
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20:23 02.01.2016

Die Polizei sucht nach dem Terroralarm von München weiter intensiv nach islamistischen Extremisten. 200 Beamte waren gestern erneut zusätzlich im Dienst, die Lage in der bayerischen Landeshauptstadt blieb aber entspannt.

Am Silvesterabend hatten die Behörden den Münchner Hauptbahnhof sowie den Bahnhof im Stadtteil Pasing evakuiert. Der Aktion waren Hinweise befreundeter Geheimdienste vorausgegangen. Ihnen zufolge bestand der konkrete Verdacht, dass fünf bis sieben Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gegen Mitternacht Anschläge wie in Paris verüben wollten.

Unklar blieb, ob es die teils namentlich genannten Verdächtigten aus Syrien und dem Irak überhaupt gibt. Der erste Hinweis auf die beiden Bahnhöfe war bereits spätestens am 23. Dezember gekommen. Ein Hinweisgeber aus dem Irak wurde dort vom Bundesnachrichtendienst befragt. Den deutschen Sicherheitsbehörden lagen detaillierte Informationen zu Namen, Orten und einem möglichen Tatablauf vor. Die konkrete Warnung für die Silvesternacht wurde erst an Silvester vom französischen Geheimdienst übermittelt.

Eine konkrete Anschlaggefahr sahen die Behörden gestern nicht mehr. Neue Erkenntnisse gebe es nicht. Für die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Terroristen wertete die Polizei auch Hinweise aus der Bevölkerung aus. Viele Münchner hatten sich am Silvesterabend und am Neujahrstag mit Fragen zur Sicherheit, aber auch Beobachtungen bei der Polizei gemeldet.

LN

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