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Politik im Rest der Welt Ferdinand Marcos
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22:12 12.11.2016

Was ein Held ist, ist zuweilen heftigen Beurteilungsturbulenzen unterworfen. Der frühere philippinische Staatschef Ferdinand Marcos etwa war in den 60ern ein populärer demokratisch gewählter Präsident mit Wirtschaftswachstum und Modernisierungspolitik, später ein skrupelloser Quasi-Diktator, der Tausende Gegner mindestens mundtot machen ließ, die Pressefreiheit aufhob und mit Kriegsrecht herrschte. Ein Aufstand von Volk und Teilen des Militärs trieb ihn 1986 ins US-Exil, wo der längst Verhasste 1989 verstarb. Nun will Witwe Imelda – die mit dem Schuhtick – ihn aus seinem gekühlten Glassarg, in dem sie ihn für die Nachwelt bewahrte, herausholen und auf dem Heldenfriedhof von Manila beisetzen lassen. Ein Gericht hat jetzt erlaubt, was Präsident Duterte – der mit dem Todesschwadron-Tick – zuvor dem Marcos-Clan versprochen hatte. Eine Gefälligkeit von Held zu Held sozusagen. Vielleicht wollte er die Marcos-Mumie aber auch bloß verschwinden lassen, damit man das Heldische in ihm nicht zu gering schätzt.

LN

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