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Politik im Rest der Welt Schwer verletzt: Vermummte verprügeln Bremer AfD-Chef
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11:54 09.01.2019
Frank Magnitz, Bundestagsabgeordneter und Bremer AfD-Chef Quelle: Fabian Sommer/dpa
Bremen

Der Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der AfD Bremen, Frank Magnitz, ist von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Der Vorfall habe sich am frühen Montagabend Theater am Goetheplatz ereignet, teilte die Polizei Bremen mit.

Wegen der Funktion des Geschädigten sei von einer politischen Motivation der Tat auszugehen. Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bremen haben Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei Bremen hat unter der Federführung des Staatsschutzes eine Sonderkommission gebildet und steht im engen Austausch mit dem Bundeskriminalamt.

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Nach Angaben der Bremer AfD wurde Magnitz von drei Vermummten attackiert. Er liege nun mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Die Partei veröffentlichte ein Foto von Magnitz. Es zeigt ihn in Nahaufnahme liegend, offenbar im Krankenhaus mit einer klaffenden Wunde an der Stirn und einem stark angeschwollenen Auge.

Bremer Polizei sucht Zeugen

Die Polizei äußerte sich zunächst nicht zum Gesundheitszustand des Politikers oder zu Details zum Überfall. Die Ermittler suchen nun dringend Zeugen, die sich unter der Telefonnummer 0421 362-3888 melden können.

Entsetzen, Empörung und viele offene Fragen: Die genauen Hintergründe für die Attacke auf den Bremer AfD-Landeschef Frank Magnitz sind noch unklar. Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus. Attacken mussten auch schon andere Politiker hinnehmen – die Motive waren unterschiedlich.

Zahlreiche Politiker äußerten sich erschüttert über den Angriff. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir twitterte am frühen Dienstagmorgen, er hoffe, dass der oder die Täter bald ermittelt und verurteilt werden. „Auch gegenüber der AfD gibt es keinerlei Rechtfertigung für Gewalt. Wer Hass mit Hass bekämpft, lässt am Ende immer den Hass gewinnen.“ Zahlreiche AfD-Politiker verurteilten den Angriff ebenfalls und wünschten Magnitz baldige Genesung.

Von RND/dpa/pach