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Politik im Rest der Welt Französische Geiseln im Niger frei
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22:15 30.10.2013
Paris

Nach mehr als drei Jahren Geiselhaft sind vier im Niger verschleppte Franzosen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Die vier von Islamisten entführten Männer wurden gestern am Flughafen von Villacoublay nahe Paris von ihren Familien und von Frankreichs Staatschef François Hollande empfangen. Für ihre Freilassung soll — anders als von der französischen Regierung angegeben — ein Lösegeld in Millionenhöhe gezahlt worden sein.

Thierry Dol, Daniel Larribe, Pierre Legrand und Marc Féret waren im September 2010 auf einer vom französischen Atomkonzern Areva betriebenen Uran-Mine im Niger verschleppt worden. Sie arbeiteten dort für Areva und eine Tochter des französischen Baukonzerns Vinci. Zu der Entführung bekannte sich die Extremistenorganisation El-Kaida im Islamischen Magreb (Aqmi).

Während die französische Regierung auf die Vermittlung der nigrischen Behörden verweist, verlautete aus Kreisen nigrischer Unterhändler, es seien „zwischen 20 und 25 Millionen Euro“ geflossen, um die vier Franzosen freizubekommen. Das Geld sei an die Geiselnehmer gezahlt worden sowie an Mittelsmänner. Ein malischer Unterhändler, der bei der Freilassung anderer Geiseln beteiligt war, nannte die Summe realistisch.

Mit der Freilassung der vier Männer befinden sich nun offiziell weltweit noch sieben Franzosen in der Gewalt von Geiselnehmern: zwei in der Sahelzone, einer in Nigeria und vier Journalisten in Syrien.

LN

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