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Politik im Rest der Welt „Fünf Sterne sollten Italien regieren“
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18:31 05.03.2018
Di Maio sagte: „Wir repräsentieren den ganzen Stiefel, vom Aostatal bis Sizilien.“ Quelle: AP
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Rom

Der Spitzenkandidat der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, hat nach dem guten Ergebnis seiner Partei bei der Parlamentswahl Anspruch auf die Regierungsbildung angemeldet. Er begründete das damit, dass seine Bewegung stärkste einzelne Partei geworden sei. „Wir sind eine politische Kraft, die die gesamte Nation repräsentiert“, während andere Parteien eher in einzelnen Regionen erfolgreich gewesen seien, sagte er.

Weniger als eine Stunde zuvor hatte der Spitzenkandidat der fremdenfeindlichen Lega, Matteo Salvini, für das Bündnis mehrerer rechter Parteien „das Recht und die Pflicht“ zu regieren proklamiert. Präsident Sergio Mattarella steht nun vor einer schwierigen Entscheidung, wen er mit der Regierungsbildung beauftragt.

Die ausländerfeindliche Lega war bei der Wahl im Bündnis mit der konservativen Forza Italia von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi angetreten und überflügelte diese mit rund 18 Prozent. Dies sei ein „außergewöhnlicher Sieg, der uns mit Stolz, Freude und Verantwortung erfüllt“, sagte Salvini. „Ich bin und bleibe Populist.“

Allerdings verpasste das Mitte-Rechts-Bündnis mit etwa 37 Prozent nach Auszählung fast aller Stimmen die Regierungsmehrheit im Parlament. Stärkste Partei wurde die Fünf-Sterne-Protestbewegung, die bei rund 32 Prozent liegt und vor allem im Süden Italiens enormen Zulauf bekam. Aber auch der Partei von Spitzenkandidat Luigi Di Maio fehlt es für eine Mehrheit.

Di Maio sagte: „Wir repräsentieren den ganzen Stiefel, vom Aostatal bis Sizilien.“ Die Wahl sei „post-ideologisch“ gewesen und jenseits von links und rechts. Einwanderung und Arbeit seien wichtige Themen gewesen.

Von dpa/AP/RND

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