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Politik im Rest der Welt Gauck fordert mehr Zivilcourage
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20:15 09.11.2013
Berlin

Deutschland hat gestern der Opfer der Pogromnacht vor 75 Jahren gedacht. Bundespräsident Joachim Gauck rief dabei zu mehr Zivilcourage auf: „Beides gehört zusammen: dass wir der schrecklichen Verbrechen gedenken, die vor 75 Jahren und danach an den Juden Europas verübt worden — und dass wir aufstehen und aktiv werden gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unseren Tagen“, sagte Gauck bei einem Gedenkkonzert in Frankfurt an der Oder.

Es müsse verhindert werden, dass Neonazis ihr Unwesen in Städten und Dörfern treiben, forderte der Bundespräsident. Er erinnerte dabei an die Morde der rechtsextremen Terrorgruppe NSU. „Wir müssen verhindern, dass Hass und Rassenwahn von neuem die Gehirne vernebeln und die Herzen verderben“, sagte Gauck. „Wir müssen uns selber hindern wegzuschauen, wann immer und wo immer dies geschieht.“

In der von den Nationalsozialisten angeschürten Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten deutschlandweit Synagogen und jüdische Geschäfte. Wohnungen wurden verwüstet und jüdische Bürger misshandelt. Nach Schätzungen von Historikern starben mehr als 1300 Menschen während und infolge der Gewalt.

In Berlin veranstalteten die evangelische und katholische Kirche am Samstag einen dreistündigen Gedenkweg, der an der St. Marienkirche in Mitte begann und zum Gelände der zerstörten Synagoge in der Johannisstraße an der Oranienburger Straße führte. Daran beteiligten sich mehr als 1000 Menschen. Insgesamt fanden mehr als 30 Einzelveranstaltungen anlässlich des 75. Jahrestags der Novemberpogrome in Berlin statt.

LN

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