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Geisterfahrer-Unfall auf der A 20

Triebsees/Bad Sülze Geisterfahrer-Unfall auf der A 20

Unbeteiligter überschlägt sich, zwei Verletzte. Falschfahrer ist noch flüchtig.

Triebsees. Bei einem Geisterfahrer-Unfall auf der Autobahn 20 bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) sind am Sonnabend zwei Menschen verletzt worden. Der Geisterfahrer, der nach Zeugenangaben etwa 65 Jahre alt sein soll, ist flüchtig.

Der Fahrer eines silberfarbenen Ford Focus war gegen 18 Uhr zwischen den Anschlussstellen Triebsees und Bad Sülze auf der falschen Seite in Richtung Rostock unterwegs. Mehrere Falschfahrermeldungen gingen bei der Polizei ein, Einsatzwagen rückten aus. Noch vor ihrem Eintreffen kam es jedoch zum Unfall: Ein entgegenkommender Opel überschlug sich beim Ausweichen vor dem Geisterfahrer. Beide Insassen (30 und 24 Jahre alt) wurden verletzt und mussten vor Ort von einem Notarzt behandelt werden, teilte die Polizei in Neubrandenburg mit.

„Der Falschfahrer — mit einer ebenfalls etwa 65-jährigen Frau auf dem Beifahrersitz — setzte ohne anzuhalten seine Fahrt fort“, sagte ein Polizeisprecher in Neubrandenburg. „Vom Kennzeichen konnte lediglich ,HRO‘ erkannt werden.“ Die Kriminalpolizei ermittelt. „Wir wissen nicht, wo er hin ist“, sagte der Sprecher am frühen Sonntagmorgen. Die A 20 war an der Unfallstelle für zwei Stunden halbseitig gesperrt. Der Opel war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Sachschaden: rund 12 000 Euro.

Immer wieder gibt es im Norden Unfälle mit Geisterfahrern. Erst im Juli hatte ein 71-Jähriger aus Oldenburg auf der A 20 bei Lübeck beinahe einen Frontalcrash verursacht. Eine 19-Jährige wurde beim Ausweichen schwer verletzt. Im Januar war eine 72-jährige Falschfahrerin aus Schwerin auf der A 14 zwischen der Landeshauptstadt und Wismar gestorben, eine 44-Jährige wurde schwer verletzt.

Bundesweit werden rund 20 Menschen pro Jahr bei Unfällen mit Geisterfahrern getötet.

Falschfahrer — was tun?
Bei einer Falschfahrermeldung auf der eigenen Strecke sollte man rechts und langsamer fahren. Außerdem sollte man versuchen, über Lichthupe vom Falschfahrer frühzeitig erkannt zu werden. Wichtig: ausreichend Abstand zum Vordermann, nicht anhalten oder überholen. Gegebenenfalls sollte man den nächsten Parkplatz anfahren oder die nächste Abfahrt nutzen. Im Notfall auf den Seitenstreifen ausweichen.

LN

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