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Politik im Rest der Welt Greenpeace-Aktivisten verlegt
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22:25 11.11.2013
Im Gefängniszug dauert die Fahrt für die Aktivisten 27 Stunden.

Russland verlegt die im September festgenommenen Greenpeace-Aktivisten von Murmansk nach St. Petersburg. Alle 30 Beschuldigten würden in Haftanstalten in die nordwestrussische Metropole gebracht, teilte die zuständige Ermittlungsbehörde mit. Ihre Vergehen fielen nicht in die Zuständigkeit von Gerichten in der Region Murmansk.

Zuvor hatte Greenpeace-Sprecherin Dannielle Taaffe erklärt, die 28 Aktivisten und zwei Journalisten, die nach einer Protestaktion in der Arktis inhaftiert worden waren, hätten die Haftanstalt in Murmansk gestern Morgen verlassen und säßen in einem Zug nach St. Petersburg. Zu den Inhaftierten zählen 26 Ausländer aus 18 Ländern. In ihrem bisherigen Haftort Murmansk im äußersten Norden Russlands sinken die Temperaturen oft auf unter minus 30 Grad. Die russische Küstenwache hatte die unter der Flagge der Niederlande fahrende „Arctic Sunrise“ am 19. September nach einer Greenpeace-Protestaktion in der Barentsee gestürmt und die 30 Besatzungsmitglieder inhaftiert. Ihnen soll wegen „Rowdytums“ der Prozess gemacht werden. Aktivisten hatten von der „Arctic Sunrise“ aus eine Bohrinsel des staatlichen russischen Energiekonzerns Gazprom geentert, um gegen den Abbau von Bodenschätzen in der Arktis-Region zu protestieren. Die Festnahme der Aktivisten hatte international zu scharfen Protesten geführt.

Die niederländische Regierung hat mittlerweile ein Verfahren vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg angestrengt, um die Freilassung der Greenpeace-Aktivisten zu erwirken.

LN

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