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Politik im Rest der Welt Greift Israel Mullah-Regime an?
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22:46 30.04.2018
Wer schlug da zu? Rauch steigt nach Explosionen in Hajar al-Aswad im Süden von Damaskus auf. Quelle: Foto: Ammar Safarjalani/xinhua/dpa
Damaskus

Die neue Serie von schweren Explosionen hat am Sonntagabend in Syrien mehrere Stützpunkte der Armee und iranischer Milizen erschüttert. Laut der in Großbritannien ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden unter anderem das Hauptquartier der 47. Brigade westlich der Stadt Hama sowie Stützpunkte nahe des Flughafens von Aleppo von Raketen getroffen.

Wer die Raketen abgefeuert habe, blieb zunächst unklar. Verschiedene Staatsmedien äußerten die Vermutung, Israel könnte hinter den Angriffen stecken. Das israelische Militär kommentiert derartige Vorgänge grundsätzlich nicht.

Erst Stunden zuvor hatte Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman erklärt, die Streitkräfte behielten sich weitere Einsätze in Syrien vor. „Wir haben nicht die Absicht, Russland anzugreifen oder uns in innere syrische Angelegenheiten einzumischen“, sagte er. Angriffe gegen iranische Milizen schloss er jedoch indirekt nicht aus.

Nach Liebermans Worten habe Israel genau drei Probleme: „Iran, Iran und Iran.“ Teheran versuche, die gesamte Region zu destabilisieren, und das nicht nur in Israel. Der schiitische Iran unterstützt Syriens Regierung im Bürgerkrieg. Als verlängerter Arm Teherans hat sich die libanesische Hisbollah Jahren in Syrien zu einer der stärksten Mächte entwickelt. Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad.

Gestern Nachmittag traf sich das israelische Sicherheitskabinett zu Beratungen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wollte am Abend überraschend eine Ansprache zum Thema Iran halten. Es solle um eine „entscheidende Entwicklung in der Frage des Atomabkommens mit dem Iran“ gehen, teilte Netanjahus Büro mit.

LN

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