Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Indien streitet über Wahlwerbung durch Lotusblüten
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Indien streitet über Wahlwerbung durch Lotusblüten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 29.10.2013
Die Lotusblume ist das Symbol der indischen Partei BJP. Foto: Str
Neu Delhi

Eine Partei in Indien ist entsetzt über die zahlreichen Lotusblumen, die in den Teichen in voller Herbstblüte stehen. Da die Pflanze das Symbol der Partei BJP ist, sei der Anblick eine unfaire Beeinflussung der Wähler, argumentiert die rivalisierende Kongresspartei.

Alle Wasserflächen müssten abgedeckt und die schwimmenden Blüten versteckt werden, schrieb die Partei laut einem Bericht der „Times of India“ vom Dienstag an die Wahlkommission. Im Bundesstaat Madhya Pradesh stehen bald Wahlen an.

Einmalig ist die Forderung keineswegs: Bei den vergangenen Wahlen im Bundesstaat Uttar Pradesh mussten auf Weisung der dortigen Wahlkommission tatsächlich sämtliche Elefanten-Statuen verhängt werden, weil der Dickhäuter das Logo der Partei Bahujan Samaj Party (BSP) darstellt.

Der Wahlbeauftragte in Jabalpur war laut dem Bericht zunächst überfordert mit der Anfrage und reichte sie weiter. Alle Teiche abzudecken wäre indes ein großes Unterfangen, da in Madhya Pradesh Lotus für den Verkauf im ganzen Land angepflanzt wird. Die schwimmende Pflanze ist die Nationalblume des Landes und gilt als Zeichen für Glück, Wohlstand und Fruchtbarkeit.

Ein Sprecher der Lotus-Partei BJP (Bharatiya Janata Party) argumentierte in der Zeitung: Wenn die Blüten abgedeckt werden, dürfen die Menschen auch bald ihre Hände nicht mehr aus den Taschen nehmen. Eine erhobene Hand nämlich ist das Symbol der Kongresspartei.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

US-Präsident Barack Obama ist laut „New York Times“ bereit, das Ausspähen verbündeter Spitzenpolitiker einstellen zu lassen.

29.10.2013

Das Weiße Haus hat nach Darstellung ranghoher amerikanischer Geheimdienstler die Überwachung von Spitzenpolitikern ihrer Verbündeten grundsätzlich abgesegnet.

29.10.2013

Die Verhandlungen von Union und SPD über eine große Koalition werden heute auf breiter Front fortgesetzt.

29.10.2013