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Iran startet Seemanöver in der Straße von Hormus

Teheran Iran startet Seemanöver in der Straße von Hormus

Der Iran hat ein großangelegtes Seemanöver im Persischen Golf inklusive der strategisch wichtigen Straße von Hormus begonnen. Im Atomstreit mit dem Westen hatte der Iran mehrfach gedroht, im Falle von Sanktionen gegen seine Ölausfuhren den wichtigen Seeweg zu blockieren.

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Ein Schiff der iranischen Marine bei einer Übung in der Straße von Hormus im Dezember 2011. Foto: Ali Mohammadi/Archiv

Teheran. Die langfristig geplante, sechstägige Übung solle die Bereitschaft demonstrieren, das Gebiet gegen potenzielle militärische Bedrohungen zu schützen, sagte Marine-Kommandeur Habibollah Sajari der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

An dem Manöver, das über von der Straße von Hormus bis zum Indischen Ozean erstreckt, nehmen laut Sajari mehrere Kriegsschiffe, Boote mit Raketen-Launchern, U-Boote und Kampfjets teil. Das Manöver wurde schon letzte Woche angekündigt und hat daher keinen aktuellen Anlass. Überhaupt werden Manöver im Iran zur Routine. Sajari selbst nennt diese Manöver sowohl als „Zeichen der iranischen Entschlossenheit, seine Grenzen konsequent zu verteidigen“, als auch „eine Botschaft für Sicherheit, Frieden und Freundschaft“ für die Golfregion.

Durch die Meerenge von Hormus werden rund 40 Prozent der weltweiten Seetransporte von Rohöl abgewickelt. Eine Blockade würde faktisch den Ölexport aus dem Persischen Golf unterbinden. Über Leitungen durch Saudi-Arabien könnte nur ein kleiner Bruchteil der geförderten Menge transportiert werden. Betroffen wäre neben den arabischen Ölstaaten bis hin zum Irak auch der Iran selbst.

Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Israel und die USA haben deshalb auch Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen. Teheran weist die Vorwürfe zurück und droht seinerseits mit einem Einsatz seiner Raketen, die nach Angaben des Militärs 2000 Kilometer weit bis nach Israel fliegen können.

dpa

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