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Politik im Rest der Welt Iran wirbt um Treffen mit Obama
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23:23 26.09.2013

Der Iran bewegt sich unter seinem neuen Präsidenten Hassan Ruhani weiter auf den Westen zu: Teheran ist nach den Worten von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zu Atomgesprächen auf höchster Ebene bereit. Ein Treffen der Präsidenten beider Länder „könnte ein guter Beginn sein“, sagte der Chefdiplomat. Es sei aber weder ein „Ziel an sich“, noch sei es „verboten“. Präsident Ruhani habe mit einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama „im Prinzip kein Problem“. Am Rande der UN-Generaldebatte in New York war ein solches Treffen zwischen beiden Staatschefs nicht zustande gekommen.

Auch in den Streit um das iranische Atomprogramm kommt nach jahrelangem Stillstand Bewegung. Am Rande der UN-Vollversammlung in New York verhandelt der Iran erstmals wieder mit den fünf ständigen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat und Deutschland auf Ebene der Außenminister. Ressortchef Mohammed Dschawad Sarif versicherte vor Beginn der Gespräche, sein Land wolle „keine Show abziehen“, sondern konkrete Ergebnisse. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Atombombe zu arbeiten. Deshalb gelten harte Sanktionen, die dem Land schwer zu schaffen machen.

Präsident Ruhani hat den Beitritt Israels zum Atomwaffensperrvertrag gefordert. „Keine Nation sollte Atomwaffen besitzen“, sagte Ruhani gestern bei einem Treffen der UN-Vollversammlung zur nuklearen Abrüstung in New York. Israel gilt als einzige Atommacht im Nahen Osten, obwohl es den Besitz von Atomwaffen bisher offiziell nicht bestätigt hat. „Die seit fast vier Jahrzehnten andauernden internationalen Bemühungen, eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten zu schaffen, sind bedauerlicherweise gescheitert“, sagte Ruhani, der sich bei dem Treffen in seiner Rolle als Vorsitzender der blockfreien Staaten äußerte. „Israel, das einzige Nichtmitglied des Atomwaffensperrvertrages in dieser Region, sollte ohne weitere Verzögerung beitreten.“

Der neue Kurs der Öffnung wird von den konservativen Kräften im Iran misstrauisch verfolgt. Zugleich gibt es aber auch im Westen Zweifel, ob es Ruhani tatsächlich ernst meint.

LN

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