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Politik im Rest der Welt Irland stimmt gegen Abtreibungsverbot
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19:46 26.05.2018
Unterstützer der „Yes“-Kampagne jubeln im Auszählungszentrum im Gebäude der Royal Dublin Society während der Auszählung der Stimmen. Quelle: dpa
Dublin

Mit einem Referendum haben die Irinnen und Iren am Freitag für die Legalisierung von Abtreibungen gestimmt. Am Samstag zeichnete sich eine große Mehrheit für eine Lockerung des strikten Verbots von Schwangerschaftsabbrüchen ab. Nach Auszählung aller 40 Wahlkreise in dem katholisch geprägten Land votierten 66,4 Prozent für die notwendige Verfassungsänderung und nur 33,6 Prozent dagegen.

Auch die irische Regierung geht mittlerweile von einem Erfolg des Referendums über die Abtreibung aus. Sie sei sicher, dass das Parlament bis Ende des Jahres ein neues Abtreibungsgesetz verabschiede, sagte Kinder- und Jugendministerin Katherine Zappone am Samstag. Sie sei sehr bewegt und danke besonders den Frauen, die ihre persönlichen Erfahrungen mit dem bislang strengen Abtreibungsverbot in Irland geschildert hätten.

Achter Verfassungszusatz soll abgeschafft werden

Irlands Ministerpräsident Leo Varadkar begrüßte das sich abzeichnende Ja. „Was wir heute sehen, ist der Höhepunkt einer stillen Revolution, die in Irland in den vergangenen 10 bis 20 Jahren stattgefunden hat“, sagte Varadkar dem irischen TV-Sender RTE am Samstag. „Die Menschen haben gesagt, dass wir eine moderne Verfassung für ein modernes Land wollen.“ Die Abstimmung zeige, dass die Menschen in Irland Frauen respektierten.

In der Volksabstimmung wurde darüber entschieden, ob der achte Verfassungszusatz abgeschafft wird, der seit 1983 das Leben eines ungeborenen Kindes ab Empfängnis mit dem der Mutter gleichstellt. Das Abtreibungsgesetz in Irland zählt zu einem der strengsten in Europa. Premierminister Leo Varadkar hat bereits vorgeschlagen, Abtreibungen sollten während der ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft erlaubt werden.

Von RND/dpa

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