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Politik im Rest der Welt Islamist in USA wollte Blutbad anrichten
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20:10 23.12.2017
Los Angeles

Das FBI wirft dem Verdächtigen den Versuch vor, eine ausländische Terrororganisation zu unterstützen. Der 26-Jährige soll Sympathien für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geäußert haben. Als Anschlagsziel habe er den beliebten Pier 39 mit zahlreichen Touristenattraktionen im Nordosten der Stadt gewählt. Er habe unter anderem Sprengkörper und Sturmgewehre einsetzen wollen.

Berichten zufolge soll der Terrorverdächtige zuvor mit einem verdeckten Ermittler des FBI über den geplanten Anschlag gesprochen haben. Demnach habe er etwas Ähnliches geplant wie die Attacke in New York an Halloween, bei der ein Attentäter mit einem Lieferwagen in Fußgänger und Radfahrer gerast war, oder die Attacke in San Bernardino vor zwei Jahren. In San Bernardino waren im Dezember 2015 bei einer Veranstaltung der Gesundheitsbehörde 14 Menschen getötet worden.

Angeblich habe er den Agenten, den er für einen IS-Kontakt hielt, um Materialien für eine Rohrbombe gebeten. Er habe auch einen Plan dargelegt, wie er die Passanten an einen Ort leiten könne, um auf sie zu schießen. Demnach sei der 26-Jährige bereit gewesen, selbst bei der Attacke umzukommen.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Mittwoch hatten FBI-Mitarbeiter Waffen, Munition und Feuerwerkskörper beschlagnahmt sowie einen Brief des Terrorverdächtigen, der offenbar den Ermittlern nach einer Tat in die Hände fallen sollte.

In dem Schreiben bezieht sich der 26-Jährige laut Berichten auf die jüngste Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen. „Ihr seid selbst daran schuld“, soll es darin heißen. In einem zweiten bei der Hausdurchsuchung gefundenen Brief soll sein Testament gesteckt haben.

Nach Angaben des „San Francisco Chronicle“ handelt es sich bei dem 26-Jährigen um einen Lastwagenfahrer aus Modesto. Er war nach seinem Rauswurf bei den Marines zum Islam konvertiert, zudem hatte er das Sorgerecht für seine beiden Kinder verloren. Er ist schon wegen kleinerer Delikte aufgefallen, aber bislang nicht wegen Gewalt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

LN

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