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Politik im Rest der Welt Islamisten und Rechtsradikale befördern sich gegenseitig
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14:47 29.06.2018
In Themar kamen in diesem Jahr Hunderte Neonazis zu einem großen Festival zusammen. Quelle: JENS-ULRICH KOCH/EPA-EFE/REX/Shutterstock
Berlin

Muslimfeindlichkeit und Islamismus im Internet befördern sich gegenseitig und führen zur weiteren Polarisierung in der Gesellschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag in Berlin vorgestellte Studie unter dem Titel „Hassliebe“ des Institutes für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und des Institute for Strategic Dialogue in London.

Dämonisierung, Opferidentität und Antisemitismus

Extreme Rechte und Islamisten lehnen Freiheit, Pluralismus und Liberalismus ab“, sagte der Politikwissenschaftler Maik Fielitz, einer der Autoren der Studie. Gemeinsam sei beiden Gruppen die Dämonisierung von fremden Gruppen, die eigene Opferidentität, der Antisemitismus und der Glabe an Verschwörungstheorien.

Dabei lernten beide Bewegungen voneinander - bei Kommunikationsstrategien wie auch bei der Abwehr der Strafverfolgung. „Es geht ihnen darum, die Demokratie notfalls mit Gewalt abzuschaffen und durch einen Führerstaat oder die Scharia zu ersetzen“, sagte Fielitz.

Mehr als 10.000 Facebook-Einträge

Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung, erklärte, islamistische Radikalisierung, antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus müssten zusammen gedacht und gemeinsam angegangen werden. Dies müsse in der Präventionsarbeit berücksichtigt werden.

Für die Studie analysierten die Autoren mehr als 10.000 islamistische und rechtsextremistische Facebook-Einträge sowie knapp 1,5 Millionen deutschsprachige muslimfeindliche Twitter-Beiträge zwischen 2013 und 2017. Träger des Jenaer Institutes ist die Berliner Amadeu Antonio Stiftung. Das Londoner Institut ist ein 2006 gegründeter Think Tank.

Von RND/dpa

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