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Politik im Rest der Welt „Ja, ich habe Crack geraucht“
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20:28 06.11.2013
Gestand seinen Drogenkonsum: Torontos Bürgermeister Rob Ford.
Toronto

Nach sechs Monaten des Leugnens ist Rob Fords Lügengerüst eingestürzt, der Bürgermeister der kanadischen Millionenstadt Toronto hat den Konsum der Droge Crack offen eingestanden. „Ja, ich habe Crack geraucht“, räumte der 44-Jährige jetzt in Toronto ein. Fords Gegner fordern seinen Rücktritt, weil er Kanadas größte Stadt „zum Gespött der Welt“ gemacht und in einen „Zirkus“ verwandelt habe. Doch der Gescholtene will weitermachen.

Die Polizei hatte der Justiz in der vergangenen Woche 500 Seiten Ermittlungsakten sowie Videos übermittelt, die nach der Festnahme mehrerer Drogendealer beschlagnahmt worden waren. Mindestens eines der Videos soll Ford zeigen, wie er in einem als Drogenhöhle bekannten Haus mit einer Glaspfeife Crack raucht. Bis zuletzt hatte Ford jeglichen Konsum des Kokainderivats abgestritten. Nun aber gab sich der Bürgermeister reumütig. „Ich weiß, dass ich alle hier in der Stadt in Verlegenheit gebracht habe, und das wird mir auf ewig leid tun“, sagte Ford. „Was ich getan habe, war ein Fehler.“ Nach dem Geständnis fühle er sich nun, „als wenn tausend Pfund von meinen Schultern gefallen wären“.

Der auf einem Video festgehaltene Drogenkonsum und die politischen Debatten über entsprechende Gerüchte hatten sechs enge Mitarbeiter Fords ihren Job gekostet, darunter seinen Stabschef. Ford allerdings denkt nicht an Rücktritt. „Ich liebe meinen Job. Ich liebe diese Stadt. Und ich liebe es, das Geld der Steuerzahler zu sparen“, sagte Ford, der auch bei der nächsten Wahl im Oktober 2014 wieder antreten will. „Ich wurde gewählt, um meinen Job zu machen“, gab er sich entschlossen. „Und das ist genau das, was ich weiterhin machen werde.“

LN

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