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Politik im Rest der Welt Junge Union sägt an Seehofer
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22:12 04.11.2017

„Für einen Erfolg bei der Landtagswahl im kommenden Jahr braucht es einen glaubwürdigen personellen Neuanfang“, heißt es in dem Antrag wörtlich. Und weiter: „Bei allen Verdiensten, die sich Horst Seehofer zweifellos in vielen Jahrzehnten für die CSU, Bayern und Deutschland erworben hat, muss er jetzt den Weg bahnen für einen geordneten Übergang an der Spitze der Staatsregierung.“

Seehofer steht seit dem CSU-Absturz bei der Bundestagswahl auf 38,8 Prozent unter Druck. Mehrere CSU-Bezirksvorstände forderten bereits einen „geordneten“ personellen Übergang. Das waren allerdings interne Sitzungen. Die JU-Landesversammlung ist das erste große Gremium, das sich öffentlich gegen Seehofer stellt. Offiziell, unter anderem vom CSU-Vorstand, war die Personaldebatte angesichts der laufenden Jamaika-Gespräche in Berlin vertagt worden. Das entscheidende Datum ist spätestens der Parteitag im Dezember.

Seehofer ging auf die Forderung am Sonnabend nicht näher ein – er werde sich erst nach den Gesprächen mit CDU, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaika-Koalition dazu äußern. Dafür ermahnte CSU-Vize Manfred Weber die gesamte CSU und den Parteinachwuchs zu „Mannschaftsgeist“ und einem anständigen Umgang in der anstehenden Personaldebatte. „Ja, die CSU braucht über kurz oder lang Erneuerung“, sagte Weber. Aber die „Form der Auseinandersetzung“ sei genauso wichtig. „Die Art, wie wir miteinander umgehen, den Mannschaftsgeist hochzuhalten, ist eine der Kernfragen für die CSU.“

LN

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