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Politik im Rest der Welt Junger Brite wollte Trump bei Wahlkampfauftritt töten
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07:32 22.06.2016
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Las Vegas

Ein junger Wohnungsloser aus Großbritannien ist in Las Vegas beim Versuch festgenommen worden, den republikanischen Präsidentschaftsaspiranten Donald Trump zu ermorden. Der Mann halte sich illegal in den USA auf, berichtet das „Las Vegas Review Journal“ unter Berufung auf Gerichtsangaben.

Der Brite war am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung des Immobilienmilliardärs Trump festgenommen worden. Zuvor hatte er versucht, die Waffe eines Mitarbeiters des Secret Service zu stehlen, der Trumps Personenschutz stellte.

Im Verhör mit der Polizei gab er laut Gerichtsunterlagen an, er sei eigens von Kalifornien nach Las Vegas im benachbarten US-Staat Nevada gefahren, um den Kandidaten zu töten. Er habe den 70-Jährigen um ein Autogramm bitten und dann zur Tat schreiten wollen. Unklar blieb, wie weit er von dem Politiker entfernt war, als er nach der Pistole des Beamten griff.

Der Mann, dessen Alter in manchen Berichten mit 19, in anderen mit 20 angegeben wurde, soll sich seit etwa 18 Monaten in den USA aufhalten. Sein Visum sei abgelaufen. Zuletzt soll er laut CNN in seinem Wagen geschlafen haben. Finanziell soll er von seiner Mutter in Großbritannien unterstützt worden sein.

Im Verhör soll er der Polizei gesagt haben, dass er am Tag vor der Festnahme an einem Schießstand geübt habe. Das sei das erste Mal gewesen, dass er eine Waffe benutzt habe. Für den Fall, dass sein Plan scheitere, habe der Verdächtige sich eine Einlasskarte für einen spätere Veranstaltung Trumps in Phoenix gekauft. Er lebe seit etwa eineinhalb Jahren in Hoboken im Bundesstaat New Jersey.

Ein Gericht entschied nach einer Anhörung, dass der Brite vorerst in Haft bleiben muss und nicht auf Kaution freikommen kann, wie das „Las Vegas Review-Journal“ berichtete. Der Richter George Foley begründete das mit Sicherheitsbedenken. Der junge Mann soll am 5. Juli wieder vor Gericht erscheinen.

Trumps Wahlkampfveranstaltungen sind streng gesichert: Besucher müssen sich einer Kontrolle ähnlich der an Flughäfen unterziehen.

dpa

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