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Politik im Rest der Welt Kampagne gegen „die größten Lügen der Schleuser“
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16:32 23.10.2017
Ein Schlauchboot mit Flüchtlingen vor der libyschen Küste. Seit 2015 geht die Bundesregierung mit einer Kampagne gegen Falschinformationen von Schleusern vor. Quelle: Darko Bandic
Berlin

Die Bundesregierung verstärkt ihre Aufklärungskampagne gegen von Schleuserbanden verbreitete Fehlinformationen. An Montag schaltete das Auswärtige Amt die Internetseite RumoursAboutGermany.info frei.

Auf dieser Seite werden den falschen Gerüchten über die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland Fakten gegenübergestellt. Die Informationen werden auf Arabisch, Französisch und Englisch verbreitet.

„Wir wollen verhindern, dass sich Menschen in ohnehin schwieriger Lage mit verklärten Vorstellungen und falschen Erwartungen auf den Weg machen“, erklärte das Auswärtige Amt zum Start der Internetseite. „Deshalb setzen wir der brodelnden Gerüchteküche objektive Informationen entgegen.“ Dabei gehe es nicht um Abschreckung, sondern um Aufklärung.

Auf der Seite werden die „sieben größten Lügen der Schleuser“ aufgelistet, die über das Flüchtlingsziel Deutschland und den Weg dorthin verbreitet werden. Zum Beispiel:

- „Deutschland hat 800.000 Plätze alleine für afghanische Flüchtlinge reserviert.“ Falsch: Es gibt keine Kontingente für Flüchtlinge aus bestimmten Ländern, jeder Fall wird individuell betrachtet.

- „Jeder Flüchtling erhält ein Willkommensgeld von 2000 Euro.“ Und: „Deutschland schenkt jedem Flüchtling ein Haus.“ Beides hat mit der Realität nichts zu tun.

- „Wenn es Dir in Deutschland nicht gefällt, geben Sie Dir einfach ein Visum für Kanada.“ Dazu heißt es auf der Internetseite: „Das ist völliger Schwachsinn. Es gibt keinerlei Vereinbarung zwischen Deutschland und Kanada oder irgendeinem anderen Land für solche Fälle.“

„Das wichtigste Ziel der Kampagne #RumoursAboutGermany ist es, die Deutungshoheit im Netz nicht allein den Schleusern zu überlassen“, heißt es im Auswärtigen Amt. Die neue Internetseite ist Teil einer Kampagne, die seit 2015 läuft. In Afghanistan, Pakistan, Nord- und Westafrika wurde mit Großplakaten, Buswerbung, Blogs, TV- und Radiosendungen Aufklärungsarbeit betrieben. Die neue Internetseite soll die bisherigen Aktivitäten der Kampagne im Netz bündeln.

dpa

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