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Politik im Rest der Welt Keine E-Zigaretten für Minderjährige
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09:08 03.07.2017
Quelle: dpa

Die Bundesregierung will den Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche verbieten. „Diese E-Zigaretten und E-Shishas, ob mit Nikotin oder ohne Nikotin, sind gesundheitsschädigend vor allem für Kinder und Jugendliche, und deshalb gehören sie verboten“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Neueste Studien belegten, dass die Produkte auch ohne Nikotin gesundheitsschädigend seien.

„Zusammen sind wir der Meinung, dass aufgrund dieser Studien E-Zigaretten und E-Shishas nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehören und deshalb verboten werden müssen“, sagte Schwesig. Nach einer Umfrage haben es 534000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, 36 Prozent, bereits einmal probiert.

„Es ist ein Meilenstein für einen gesundheitlichen Verbraucherschutz, dass wir den Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche unterbinden“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CDU). Die Verdampfer seien keine „harmlosen Naschereien“. Es gebe Parallelen zu den Alkopops, „wo der süße Geschmack Hochprozentiges verdeckt hat“.

Für das Verkaufsverbot soll eine entsprechende Lücke im Jugendschutzgesetz geschlossen werden. Dort sei nur ein Verbot von Tabakwaren festgehalten — unter die E-Zigaretten und E-Shishas nicht fallen. Das Verkaufsverbot der Produkte an Minderjährige soll auch den Versand- und Internethandel betreffen. E-Zigaretten und E-Shishas haben ungefähr zwei Millionen Konsumenten.

rz

LN

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