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Politik im Rest der Welt Kevin Kühnert sieht keinen Bedarf für Führungswechsel bei der SPD
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15:28 03.11.2018
Kevin Kühnert, der Bundesvorsitzende der Jusos, fordert eine inhaltliche statt einer personellen Debatte. Quelle: Gregor Fischer/dpa
Mühlhausen

Für den Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert hat eine Neuaufstellung der SPD höchste Priorität. Die aktuelle Personaldebatte hingegen sei völlig unnötig.

Man brauche zu allererst eine inhaltliche Neuausrichtung, sagte Kühnert am Samstag in Mühlhausen bei einer Landeskonferenz der Thüringer Jusos. Wenn diejenige Partei besonders viel Zustimmung erhalte, die nur oft genug ihr Personal wechsele, dann müsse die SPD nach dieser Logik bei 80 bis 90 Prozent in den Umfragen liegen.

Andrea Nahles reagiert auf interne Kritik

SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hatte zuvor in der „Süddeutschen Zeitung“ mehr Ehrlichkeit und Offenheit im Umgang miteinander gefordert. Sie führe die Partei mit all ihrer „Kraft, Leidenschaft und Zuversicht“, sagte Nahles dem Blatt. „Wenn jemand meint, es schneller oder besser zu können, soll er sich melden.“

Kühnert betonte in Mühlhausen, die SPD müsse zentrale Fehler bei der Hartz-IV-Gesetzgebung korrigieren, wenn sie sich neu aufstellen wolle. Wenn die SPD die „Mühlsteine von Hartz IV“ nicht loswerde, werde sie die Erneuerung nicht schaffen. Beispielsweise dürften Menschen nicht gezwungen werden, angespartes Vermögen aufzubrauchen, bevor sie Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben.

Von RND/dpa

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