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Politik im Rest der Welt Khashoggi-Söhne: Beerdigung „alles, was wir jetzt wollen“
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11:37 05.11.2018
Ein trauernder Protestler trägt eine Maske von Jamal Khashoggi in der Hand. Quelle: Kemal Aslan-Depo Photos
Washington

„Ich warte einfach darauf, dass die Fakten ans Tageslicht kommen“, sagte Khashoggis Sohn Salah in einem am Sonntagabend (Ortszeit) veröffentlichten CNN-Interview. Sein Bruder Abdullah sagte dem US-Sender: „Was auch immer ihm zugestoßen ist, ich hoffe wirklich, dass es nicht schmerzhaft für ihn war - oder zumindest schnell ging. Oder dass er einen friedlichen Tod starb.“

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Bisherige Berichte und Behördenerklärungen zum Schicksal Khashoggis geben dieser Hoffnung wenig Nahrung. Eindeutig fest steht nur, dass er am 2. Oktober in das Konsulat in Istanbul ging, um dort Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen - und danach nicht mehr auftauchte. Die saudische Staatsführung präsentierte unterschiedliche Erklärungen zu seinem Verschwinden und erst nach Wochen die Version, der Regierungskritiker sei im Konsulat umgebracht worden. Laut der türkischen Justiz wurde Khashoggi kurz nach Betreten des Konsulats erwürgt, seine Leiche zerstückelt und dann „vernichtet“. Zuvor hatten türkische Ermittler von einer Folterung Khashoggis durch ein eigens aus Saudi-Arabien angereistes Spezialkommando gesprochen.

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Eine würdige Beerdigung ihres Vaters in der für Muslime heiligen Stadt Medina sei „alles, was wir jetzt wollen“, sagte Salah Khashoggi im CNN-Interview. „Ich habe darüber mit den saudischen Behörden gesprochen und hoffe einfach, dass es bald dazu kommt.“ Der saudische König Salman habe betont, dass alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden. „Und ich vertraue darauf. Das wird passieren. Ansonsten hätten die Saudis keine interne Untersuchung eingeleitet.“

Von RND/dpa