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Politik im Rest der Welt Klaas Heufer-Umlauf will Schiffe chartern – und Flüchtlinge retten
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12:02 08.07.2018
Klaas Heufer-Umlauf. Quelle: imago stock&people
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Hannover

Mehr als 3000 Flüchtlinge starben im vergangenen Jahr laut Angaben der Internationalen Organisation für Migration auf dem Mittelmeer. Hunderte konnten in den vergangenen Wochen von Seenotrettern vor dem Ertrinken bewahrt werden.

Die derzeitige Situation an der Außengrenze Europas bezeichnet der „Late Night Berlin“-Moderator Klaas Heufer-Umlauf als „Katastrophe“, speziell auf dem Mittelmeer sei sie „ganz besonders schlimm“. Dort würden „viele, viele Menschen, weil sie in teilweise nicht funktionstüchtige Boote steigen, um irgendwie Europa zu erreichen“ ertrinken, startet der 34-Jährige seinen Spenden-Aufruf auf der Video-Plattform YouTube. Niemand würde sich freiwillig in so ein Boot setzen, wenn er genau wisse, „da sind zu viele Leute drauf, ich kann selber nicht schwimmen“, ist sich der Moderator sicher.

Viele seien in den letzten Monaten und Jahren bereits ertrunken – „einige aber nicht, weil sie gerettet wurden von ehrenamtlichen Helfern“, erklärt Heufer-Umlauf. Doch die Polizei erschwere die Arbeit der freiwilligen Seenotretter, moniert der 34-Jährige.

„Was soll daran illegal sein?“

In Malta beantragte die Polizei beispielsweise die Beschlagnahmung des deutschen Rettungsschiffs „Lifeline“. Seit seiner Ankunft in Malta liegt das Schiff in einem abgesperrten Teil des Hafens und darf nicht mehr auslaufen. Dem deutschen Kapitän wird vorgeworfen, mit einem nicht ordnungsgemäß registrierten Schiff und unerlaubt in maltesischem Hoheitsgebiet unterwegs gewesen zu sein. Ihm drohen rechtliche Konsequenzen.

Ertrinkende müssten gerettet werden, findet Heufer-Umlauf. Es gehe darum, Schiffe zu chartern und weiterhin Menschen zu retten. „Was soll daran illegal sein?“, fragt er. Wenn Europa nicht mehr funktioniere, müsse man Europa eben selber machen. Dafür sammelt er jetzt Spenden.

Heufer-Umlauf verweist in seinem Video auch auf die Aktion seines Kollegen Jan Böhmermann: Der Moderator bat vor rund einer Woche um Spenden für die Dresdner Seenotrettung „Mission Lifeline“. Mit dem Erlös soll sich die Besatzung vor allem gegen mögliche rechtliche Konsequenzen wehren können. Das Boot hatte rund 230 Migranten vor Libyen gerettet. Schließlich durfte es in Malta anlegen, nachdem Italien das Anlegen verwehrt hatte.

Von RND

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