Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Klimaschützer Obama wieder da
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Klimaschützer Obama wieder da
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:22 27.06.2013
Schweißtreibend: US-Präsident Barack Obama während seiner Klima-Rede vor der Georgetown-Universität in Washington. Quelle: Foto: dpa
Washington

Klimaschützer und europäische Politiker haben die Pläne von US-Präsident Barack Obama für eine starke Minderung der Treibhausgase als ehrgeizigen Vorstoß

gewürdigt. „Das ist das bisher umfassendste Klimaschutz-Programm eines US-Präsidenten“, analysierte die Direktorin des Klimaprogramms beim Washingtoner World Ressources Institute, Jennifer Morgan.

Damit könnten bis 2020 die Emissionen im Vergleich zu 2005 um 17 Prozent sinken. Obama hatte am Dienstag in der Georgetown-Universität sein Programm vorgestellt. Zentraler Baustein sind schärfere Kohlendioxid-Grenzwerte für Kohlekraftwerke. „Als Präsident, Vater und Amerikaner bin ich hier um zu sagen, dass wir handeln müssen, bevor es zu spät ist.“ Der Klimawandel sei ein Fakt, erklärte Obama.

Die Europäische Union begrüßte das Programm. EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard fügte hinzu, den guten Absichten müssten nun Taten folgen. Die USA müssten sich bis 2015 verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen im Rahmen eines bindenden Klimavertrags auch langfristig zu mindern.

Mit dem bis 2020 geplanten Ausbau in einer Größenordnung von 10 000 Megawatt (MW) könnten 2,6 Millionen US-Haushalte mit grüner Energie versorgt werden. Zum Vergleich: In Deutschland sind 65 000 MW Solar- und Windenergieleistung installiert.

Obama kann die Maßnahmen ohne den Kongress durchsetzen — er will die Umweltbehörde EPA anweisen, bis Juni 2014 Standards für den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen auszuarbeiten. Bisher verweigern sich die USA auf internationaler Ebene verbindlichen Minderungspflichten; daher wird die Initiative als Hoffnungsschimmer gesehen, dass die Amerikaner tatsächlich beim geplanten Weltklimavertrag mitmachen.

Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser sprach von einem Anfang. „Nach Jahren der US-Blockade in der Klimapolitik sind die angekündigten Schritte bitter notwendig.“ Obama habe viel zu tun, wenn die USA globaler Klimaschutz-Primus werden wollten.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

SPD weist Gerücht über Nachfolge in Brandenburg zurück. Doch die Troika wackelt.

26.06.2013

Kommission setzt Staats- und Regierungschefs vor Gipfel unter Druck.

26.06.2013

Riskiert Kremlchef Wladimir Putin wegen des Falls Snowden einen neuen „Kalten Krieg“ mit Washington?

26.06.2013
Anzeige