Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Klimaschützer aus ganz Deutschland in Pödelwitz
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Klimaschützer aus ganz Deutschland in Pödelwitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:02 28.07.2018
Die Demo unter dem Motto „Klima retten! Kohle stoppen“ bildete den Auftakt für das Klimacamp. Quelle: Sebastian Willnow
Leipzig/Pödelwitz

Umweltschützer aus allen Teilen Deutschlands protestieren seit Samstag in Pödelwitz bei Leipzig gegen den Braunkohle-Abbau. Bis zum 5. August sind im „Klimacamp Pödelwitz“ Workshops, Exkursionen und Podiumsdiskussionen geplant.

In der Sommerschule des Projektes „Degrowth“ (Deutsch: Postwachstum) wollen sich etwa 500 Menschen mit Visionen und Utopien für eine soziale, ökologische und demokratische Gesellschaft befassen, teilten die Veranstalter am Samstag mit.

Die Organisatoren rechnen mit rund 1000 Teilnehmern. Zu Beginn waren etwa 250 anwesend. Es wurde aber am Abend noch mit einem Zulauf von Leuten gerechnet, die zuvor an einer Demonstration in Leipzig teilgenommen hatten. Die Demo unter dem Motto „Klima retten! Kohle stoppen“ bildete den Auftakt für das Klimacamp. Nach Angaben der Veranstalter waren etwa 300 Menschen gekommen.

Das 700 Jahre alte Dorf Pödelwitz soll dem Tagebau „Vereinigtes Schleenhain“ weichen und von der Landkarte verschwinden. Dagegen regt sich seit langem Protest. Die jetzigen Aktionen drehen sich aber nicht nur um Pödelwitz. Vielmehr wird er gesamte Kohleabbau in Deutschland in Frage gestellt. „Klar ist, dass wir die Klimaziele nur erreichen können, wenn Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben“, erklärte Josephine Lauterbach vom Organisationsteam des Klimacamps.

Die vom Unternehmen MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft) geplante Tagebauerweiterung hält Lauterbach für völlig absurd. Die Verstromung von Braunkohle sei die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung. Die stetig wachsende Wirtschaft des globalen Nordens verursache steigende Emissionen. Die Folgen würden jedoch vor allem Länder des globalen Südens tragen - durch Dürre, Überschwemmungen oder den steigenden Meeresspiegel: „Uns ist allen klar, dass wir nicht so weiter leben können wie bisher. Wir wollen Visionen und Ideen für einen gesellschaftlichen Wandel entwickeln.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Ägypten sind 75 Islamisten unter anderem wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. Den Anhängern der Muslimbruderschaft wird die Teilnahme an den blutigen Protesten im Jahr 2013 vorgeworfen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Massenprozess gegen insgesamt 739 Angeklagte.

28.07.2018

Vertreter der islamistischen Taliban haben persönliche Gespräche mit Delegierten der Trump-Regierung bestätigt. Bei dem Treffen in Doha soll über den Friedensprozess in Afghanistan verhandelt worden sein, berichtet die „New York Times“. Das US-Außenministerium hat die Verhandlungen nicht bestätigt.

28.07.2018

Vertreter der islamistischen Taliban haben persönliche Gespräche mit Delegierten der Trump-Regierung bestätigt. Bei dem Treffen in Katar soll über den Friedensprozess in Afghanistan verhandelt worden sein, berichtet die „New York Times“.

28.07.2018