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Politik im Rest der Welt Klimaschützer protestieren gegen Trump und Merkel
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22:30 11.11.2017

US-Klimaschützer haben gestern am Rande der Weltklimakonferenz in Bonn die Politik von Präsident Donald Trump scharf verurteilt. „Die Vereinigten Staaten sind noch immer Teil des Pariser Abkommens“, sagte der frühere US-Vizepräsident Al Gore. Die USA könnten das Abkommen erst am 4. November 2020 verlassen, einen Tag nach der nächsten Präsidentschaftswahl. In der Zeit bis dahin würden viele amerikanische Bundesstaaten, Städte und Konzerne alles tun, um zur Umsetzung des Abkommens beizutragen. Der Zug, der den Bahnhof von Paris verlassen habe, könne auch von Trump nicht mehr gestoppt werden. Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, die US-Bevölkerung fühle sich den Zielen von Paris weiter verpflichtet, „und es gibt nichts, was Washington tun kann, um uns daran zu hindern“.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich unterdessen für eine wirtschaftsverträgliche Klimapolitik aus. „Wenn Stahlwerke, Aluminiumwerke, Kupferhütten, wenn die alle unser Land verlassen und irgendwohin gehen, wo die Umweltvorschriften nicht so gut sind, dann haben wir für das Klima auf der Welt auch nichts gewonnen“, sagte Merkel in einer Videobotschaft.

Gegen eben diese Haltung demonstrierten gestern in Bonn 2000 Menschen. „Frau Merkel verschläft den Klimaschutz“, war auf Transparenten zu lesen. Die Klimakonferenz mit 25 000 Teilnehmern aus 200 Ländern komme nicht recht voran, kritisierte eine Rednerin. „Was die da machen – das braucht unbedingt den Druck der Straße.“

LN

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