Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Kohle-Proteste: Polizei erstattet 400 Strafanzeigen gegen Aktivisten
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Kohle-Proteste: Polizei erstattet 400 Strafanzeigen gegen Aktivisten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:07 28.10.2018
Aktivisten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" stehen auf den Gleisen der Kohlebahn in Inden. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Kerpen

Die Polizei hat im Zusammenhang mit den Braunkohle-Protesten im Rheinischen Revier nach eigenen Angaben 400 Strafanzeigen erstattet. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet, teilte die Polizei mit.

Tausende Aktivisten von Bündnis Ende Gelände hatten bei Aktionen für einen sofortigen Kohleausstieg mit Blockaden den Tagebaubetrieb gestört, aber auch das öffentliche Leben: Eine Autobahn und ein Streckenabschnitt der Bahn waren stundenlang gesperrt, nachdem Aktivisten darüber gelaufen waren. Nach Angaben der Polizei riefen Menschen aus der Region an und machten ihrem Unmut über Einschränkungen Luft.

Am Sonntag begann die Polizei damit, die besetzten Gleise am Braunkohletagebau Hambach zu räumen. Aktivisten hatten sich nach Angaben des Aktionsbündnisses Ende Gelände an den Schienen festgekettet, nachdem ein Großteil der 2000 Besetzer nach einer kalten Nacht die Gleise verlassen hatte. Noch während der Räumung gab die Polizei den Besetzern die Möglichkeit, die Gleise freiwillig zu verlassen. Dem kamen weitere Aktivisten nach, wie auf einem Live-Video zu sehen war.

Die Räumung ist für die Polizisten sehr schwierig. Rechts und links des Bahngleises befindet sich eine hohe und steile Böschung. Darüber hat sich ein Aktivist wegtragen lassen.

Von RND/dpa