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Politik im Rest der Welt Kommunikationschef Scaramucci räumt Posten im Weißen Haus
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14:02 01.08.2017
Anthony Scaramucci ist nach kurzen zehn Tagen im Weißen Haus seinen Posten als Kommunikationsdirektor wieder los. Quelle: Andrew Harnik
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Washington

Neue spektakuläre Personalie im Weißen Haus: Nur zehn Tage nach seiner Ernennung hat der neue Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, den Posten schon wieder geräumt.

Das Weiße Haus erklärte am Montag (Ortszeit), Scaramucci wolle damit dem neuen Stabschef John Kelly einen unbelasteten Start ermöglichen. Dieser solle die Gelegenheit bekommen, sein eigenes Team aufzubauen.

US-Medien berichteten, die Entlassung des umstrittenen Kommunikationschefs sei auf Drängen des gerade erst vereidigten Stabschefs erfolgt. Es blieb zunächst unklar, wer auf Scaramucci folgen soll. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte, Scaramucci habe „zu diesem Zeitpunkt“ keine Funktion in der Regierung.

Am Abend (Ortszeit) twitterte Trump: „Ein großartiger Tag im Weißen Haus!“

Die überraschende Ankündigung von Scaramuccis Abgang war eine weitere Wende in den internen Machtkämpfen im Weißen Haus. Schon die Ernennung des exzentrischen Mannes (53) war in der Regierungszentrale umstritten gewesen. Trumps damaliger Sprecher Sean Spicer nahm sie als Grund, hinzuwerfen. Er hatte gesagt, Scaramucci werde die bereits vorhandene Unsicherheit und das Durcheinander in der Regierung nur verstärken.

In der Tat sorgte der ehemalige New Yorker Investor mit exzentrischem Auftreten für Wirbel. In der vergangenen Woche machte er mit unflätigen Bemerkungen über Trumps Stabschef Reince Priebus und Chefstratege Steve Bannon von sich reden. Einem Reporter sagte der 53-Jährige, Priebus sei ein „fucking paranoider Schizophrener, ein Paranoiac“.

Trump ließ seinen Kommunikationschef gewähren, über Tage standen die unflätigen Äußerungen im Raum. Erst nach Scaramuccis Abgang sagte Trump-Sprecherin Sanders: „Ganz sicher war der Präsident der Ansicht, dass Anthonys Äußerungen unangemessen für einen Mann in dessen Position waren.“

Erst am Freitag hatte es eine weitere Personalrochade gegeben: Stabschef Priebus räumte seinen Posten, und der Präsident machte seinen Heimatschutzminister John Kelly zu dessen Nachfolger.

Die Ernennung des ehemaligen Vier-Sterne-Generals war allgemein so interpretiert worden, dass der Ex-Marine Ordnung im Weißen Haus schaffen solle. US-Medien zitierten am Montag Mitarbeiter des Weißen Hauses, Kelly werde dort eine neue Struktur einziehen, Disziplin und Strenge walten lassen. Kritiker verwiesen darauf, dass Kelly bis auf seine kurze Zeit als Minister keinerlei Regierungserfahrung habe.

Auf mehrfache Nachfrage sagte Trump-Sprecherin Sanders, mit Ausnahme des Präsidenten berichte jeder im Weißen Haus an Kelly. Mit Blick auf zahlreiche Lager und auch auf Trumps Familienmitglieder in der Regierung birgt diese Ansage einigen Sprengstoff, auch wenn sie lediglich eine früher normale Hierarchie abbildet.

dpa

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