Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Kraft weiß, wer SPD-Kanzlerkandidat wird, und schweigt
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Kraft weiß, wer SPD-Kanzlerkandidat wird, und schweigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:32 29.11.2016
Kraft, die Regierungschefin in NRW bleiben will, dringt seit längerem auf eine Entscheidung bei der Kandidatenkür. Quelle: Wolfram Kastl
Anzeige
Düsseldorf/Berlin

Die Entscheidung über den SPD-Kanzlerkandidaten ist gefallen - behauptet jedenfalls Hannelore Kraft.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und SPD-Bundesvize sagte beim „Ständehaus-Treff“ der „Rheinischen Post“ am Montagabend in Düsseldorf nach einem Bericht der Zeitung: „Ich weiß, wer es wird, aber ich sage es Ihnen nicht.“ 

Dabei hatte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley gerade noch die Möglichkeit eines Mitgliederentscheids über die Frage der Kanzlerkandidatur in Spiel gebracht. „Wenn wir mehrere Kandidierende haben, die sich zur Wahl stellen, dann werden wir eine Urwahl durchführen“, sagte sie am Montag.

Arbeitsministerin Andrea Nahles sagte dem Berliner „Tagesspiegel“ hingegen, eine Mitgliederbefragung stehe nicht zur Debatte: „Das ist Quatsch.“ Die SPD habe einen Fahrplan und der gelte: „Ende Januar wird entschieden, wer für die SPD ins Rennen geht.“ Es sei auch klar sei, dass Sigmar Gabriel als Parteichef das erste Zugriffsrecht habe.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet warf der SPD vor, bei der Suche nach einem Kanzlerkandidaten die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. „Wie fördert man Verdrossenheit und Populismus? Frau Kraft, weiß genau, wer SPD-Kanzlerkandidat wird und bis Februar wird Theater gespielt“, schrieb Laschet im Kurznachrichtendienst Twitter.

Kraft hatte sich vor zwei Wochen im „Tagesspiegel“ bereits für Parteichef Sigmar Gabriel in der K-Frage ausgesprochen. Im Mai nächsten Jahres wird in NRW gewählt. Kraft, die Regierungschefin in Düsseldorf bleiben will, dringt seit längerem auf eine Entscheidung bei der Kandidatenkür. Sie will Klarheit haben, bevor der Wahlkampf an Rhein und Ruhr richtig losgeht.

Gabriel hat als Vorsitzender das erste Zugriffsrecht. Auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, der in die Bundespolitik wechselt, werden Ambitionen auf eine Kandidatur nachgesagt. Als Dritten im Bunde rief Gabriel zuletzt den Hamburger Regierungschef Olaf Scholz auf.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Rennen um Posten im Kabinett Trump geht in die heiße Phase: Gesundheitsminister wird wohl ein „Obamacare“-Kritiker. Als Favorit für das Außenamt gilt General Petraeus. Auch Romney und Corker sind noch im Gespräch. Klar scheint nur, den Job bekommt ein Mann.

29.11.2016

Die AfD hat laut einer Umfrage in der Wählergunst verloren. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen die Rechtspopulisten auf 13,5 Prozent - 1,5 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche.

29.11.2016

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will Gewalt gegen Polizisten härter bestrafen und dazu noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen.

29.11.2016
Anzeige