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Politik im Rest der Welt Ukraine verweigert russischen Männern die Einreise
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12:02 30.11.2018
Ukrainische Soldaten kontrollieren die Grenze. Quelle: AP
Kiew

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland ist weiter eskaliert. Die Ukraine verbot russischen Männern am Freitag die Einreise und durchsuchte die Wohnung eines einflussreichen Geistlichen der russisch-orthodoxen Kirche. Russland brachte die Besatzungsmitglieder von drei festgesetzten ukrainischen Marineschiffen fort.

Die Spannungen zwischen Kiew und Moskau haben zugenommen, seit Russland am Sonntag die ukrainischen Schiffe in der Meerenge von Kertsch östlich der Krim beschoss. Das ukrainische Parlament stimmte am Montag dafür, für 30 Tage das Kriegsrecht zu verhängen.

Schutz vor russischen „Privatarmeen“

Der Chef des ukrainischen Grenzschutzes, Petro Zygykal, sagte, das Einreiseverbot gelte für männliche Russen im Alter von 16 bis 60 Jahren für die Dauer des Kriegsrechts. Präsident Petro Poroschenko sagte, damit solle verhindert werden, dass Russland auf ukrainischem Boden „Privatarmeen“ bilde.

Die russische Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa sagte, ihr Land plane nicht, ein ähnliches Verbot für Ukrainer einzuführen. Sie warf der ukrainischen Regierung vor, mit ihrer Politik einfache Bürger zu belasten.

Ukrainische Geheimdienst untersucht Wohnung von Klostervorsteher

Die drei Kommandanten der festgesetzten ukrainischen Schiffe würden am Freitag nach Moskau gebracht, sagte die von der russischen Regierung ernannte Sonderbeauftragte. Sie sollten dort verhört werden, zitierte die Nachrichtenagentur Tass Ljudmilla Lubina. Auch die übrigen 21 Besatzungsmitglieder sind von der Krim fortgebracht worden, doch zunächst war nicht klar, wohin. Ein Gericht auf der Krim hatte diese Woche entschieden, dass die Seeleute zwei Monate lang in Untersuchungshaft bleiben müssten.

Lesen Sie auch: Ukraine: Regierungschefs sollen Russland zum Einlenken bewegen

Der ukrainische Geheimdienst durchsuchte die Wohnung des Vorstehers des Kiewer Klosters Petschersk, das zur russisch-orthodoxen Kirche gehört. Pater Pawlo werde verdächtigt, zu Hass angestiftet zu haben, sagte Ihor Guskow, der Stabschef des SBU. Die orthodoxe Kirche in der Ukraine, die jahrhundertelang zur russisch-orthodoxen Kirche gehörte, hat sich in den vergangenen Monaten in Richtung Unabhängigkeit bewegt. Derzeit gibt es in der Ukraine drei orthodoxe Religionsgemeinschaften, wovon eine zur russisch-orthodoxen Kirche gehört und zwei sich davon abgespalten haben.

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Von RND/dpa/lf

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