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Politik im Rest der Welt Krisengeschüttelte Brasilianer wählen neuen Präsidenten
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05:42 07.10.2018
Eine Frau hat sich „Ele nao“ (auf Deutsch „er nicht“) auf den Körper geschminkt. Mit dieser Parole protestieren viele Brasilaner gegen den rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Bolsonaro. Quelle: Dario Oliveira/zuma Wire
Brasilia

Inmitten einer schweren Krise wählt das größte Land Lateinamerikas einen neuen Präsidenten. Als Favoriten gehen am Sonntag der ultarechte Jair Bolsonaro und der linke Fernando Haddad ins Rennen um das höchste Staatsamt in Brasilien.

Sollte kein Bewerber in der ersten Runde die absolute Mehrheit erzielen, treffen die beiden stärksten Kandidaten in der Stichwahl in drei Wochen wieder aufeinander.

Der Ex-Militär Bolsonaro spricht abfällig über Minderheiten und lobt die Militärdiktatur (1964-1985). Angesichts der ausufernden Kriminalität kommen seine Forderungen nach einer Politik der harten Hand bei vielen Wählern allerdings gut an.

Haddad, der wenig charismatische Ex-Bürgermeister von São Paulo, geht für die linke Arbeiterpartei ins Rennen, weil der populäre Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wegen Korruption im Gefängnis sitzt und nicht antreten darf.

Während Brasilien vor einigen Jahren noch als aufstrebende Regionalmacht galt, ist das Land heute ein Sorgenkind. Durch die jüngsten Korruptionsskandale ist fast die gesamte politische Klasse diskreditiert. Nach einer schweren Rezession erholt sich die Wirtschaft nur langsam. Und die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter.

dpa

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