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Politik im Rest der Welt Krisensitzung in Islamabad nach Trumps Anti-Pakistan-Tweet
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20:30 02.01.2018
Damit war nach dem Trump-Tweet zu rechnen: Unterstützer einer religiösen Gruppierung verbrennen in Karachi (Pakistan) eine US-Flagge. Quelle: Fareed Khan
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Islamabad

Der gegen Pakistan gerichtete erste Tweet von US-Präsident Donald Trump im neuen Jahr hat die pakistanische Regierung schwer erbost. Schon wenige Stunden nach der Twitter-Botschaft hatte das Außenministerium den US-Botschafter einbestellt und gegen den Tweet protestiert.

Am Dienstagabend kamen in Islamabad dann Ministerpräsident Shahid Khaqan Abbasi, mehrere Minister, der Armeechef und der Geheimdienstchef zu einer mehrstündigen Dringlichkeitssitzung zusammen.

Trump hatte am 1. Januar geschrieben, die USA hätten Pakistan in den vergangenen 15 Jahren mehr als 33 Milliarden Dollar Hilfe zukommen lassen, als Gegenleistung aber nichts als Lügen und Betrug erhalten. Er erneuerte den Vorwurf, Pakistan gewähre radikalislamischen Taliban aus dem Nachbarland Afghanistan Unterschlupf, während die USA diese in Afghanistan jagten. „Schluss damit!“, schrieb Trump.

In einem nach der Regierungssitzung am Abend veröffentlichten Erklärung hieß es, die jüngsten Äußerungen der US-Führung hätten mit großer Unsensibilität das Vertrauen getroffen, dass über Jahrzehnte aufgebaut worden sei. Es ignoriere zudem die Opfer, die Pakistan im Kampf gegen den Terror erbracht habe.

Pakistan habe als Bollwerk gegen die Expansion der Terroristen in Afghanistan gestanden. Trotz aller unberechtigten Vorwürfe verpflichte sich Pakistan aber weiter, eine konstruktive Rolle für den Frieden in Afghanistan zu spielen.

Das Verhältnis zwischen den USA und Pakistan ist zurzeit äußerst angespannt. Trump hatte bei der Vorstellung seiner neuen Afghanistan-Strategie im August 2017 Pakistan scharf kritisiert und harte Konsequenzen angekündigt, sollten Regierung und Militär nicht endlich etwas gegen die Taliban auf pakistanischem Boden unternehmen.

dpa

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