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Politik im Rest der Welt Mängel beim Personal des BAMF
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20:14 03.06.2017

Ein erheblicher Teil des für Asylverfahren zuständigen Personals beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist nach einem Zeitungsbericht nicht ausreichend qualifiziert. Wie die „Nürnberger Nachrichten“ unter Berufung auf einen internen Bericht der Behörde schreiben, haben 454 Entscheider keine relevante Weiterbildungsmaßnahme absolviert.

Damit seien etwa 15 Prozent der 3033 Entscheider, die zwischen dem 1. August 2015 und dem 1. März 2017 beim BAMF anfingen, „ohne Qualifizierung“, heißt es dem Bericht zufolge in einer vertraulichen Analyse des BAMF.

Noch viel schlechter sei die Quote bei den Mitarbeitern des Asylverfahrenssekretariats. Ihre Aufgabe besteht unter anderem darin, Anträge anzunehmen, Dokumente der Asylbewerber zu prüfen und Antragsteller erkennungsdienstlich zu behandeln. Zwischen dem 1. August 2015 und dem 1. März 2016 hätten hier 3340 Mitarbeiter angefangen. 2669, also etwa 80 Prozent, erhielten demnach keine Qualifizierungsmaßnahmen. Hauptsächlich seien die Leute mit „Training on the job“ eingewiesen worden.

Eine BAMF-Sprecherin sagte, inzwischen habe man die Qualifizierung auf die unterschiedlichen Zielgruppen hin angepasst. Außerdem sei als Konsequenz aus dem Fall Franco A. – dem unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehrsoldaten, der sich als syrischer Flüchtling registrieren lassen konnte – „eine Reihe von weiteren qualitätssichernden Maßnahmen eingeleitet“ worden.

LN

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