Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Maltas Premier beansprucht Wahlsieg
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Maltas Premier beansprucht Wahlsieg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:22 04.06.2017
Blick über den Hafen von Valetta, Malta. Quelle: Facundo Arrizabalaga/illustration
Anzeige
Valletta

Maltas Premierminister Joseph Muscat hat den Sieg bei der vorgezogenen Parlamentswahl für sich beansprucht. „Es ist klar, dass sich die Menschen dafür entschieden haben, Kurs zu halten“, sagte der Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei im staatlichen Fernsehen nach der Auszählung erster Stimmen am Sonntag.

Sein Herausforderer Simon Busuttil von der konservativen Nationalist Party räumte seine Niederlage ein. Das offizielle Endergebnis wird erst am Montag erwartet.

Den Wahlkampf hatte eine Korruptionsaffäre überschattet, die im Zusammenhang mit dem „Panama Papers“-Skandal stand. Dabei wurde einigen von Muscats Mitarbeitern vorgeworfen, Offshore-Firmen in Panama zu haben. Auch seine Frau musste sich ähnlichen Anschuldigungen stellen. Muscat wies die Vorwürfe zurück. Der 43-Jährige hatte die Wahlen wegen der Anschuldigungen ausgerufen - rund ein Jahr vor dem regulären Ende des Legislaturperiode. Malta ist das kleinste EU-Land mit rund 430 000 Einwohnern und hat noch bis Ende Juni die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Laut Medien könnte Labour auf knapp 55 Prozent der Stimmen kommen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gratulierte Muscat auf Twitter. Das Ergebnis sei eine „bemerkenswerte Anerkennung“ seiner Führungskraft.

Die Labour-Regierung konnte im Wahlkampf auf die gute wirtschaftliche Lage des Inselstaates im Mittelmeer verweisen. Malta hat innerhalb der EU eine der niedrigsten Arbeitslosigkeitsraten und ein hohes Wirtschaftswachstum. Muscat ist seit 2013 im Amt.

International steht Malta seit längerem wegen seines Steuersystems in der Kritik, das Unternehmen ermöglicht, einen Mini-Steuersatz zu zahlen. Auch deutsche Unternehmen sind wegen möglicher Tricksereien mit Briefkastenfirmen ins Visier der deutschen Steuerfahnder gerückt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mindestens sieben Menschen sind bei einem Terroranschlag am Samstagabend in London ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt – darunter auch Deutsche, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière bestätigt.

04.06.2017

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von London sind zwölf Menschen festgenommen worden. Die Zugriffe seien im Osten der britischen Hauptstadt erfolgt, teilte die Polizei in London am Sonntag mit. Außerdem seien noch Hausdurchsuchungen im Gange.

04.06.2017

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen zeichnet sich in Malta ein Sieg der regierenden Labour-Partei von Premierminister Jospeh Muscat ab.

04.06.2017
Anzeige