Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Mehr als 1400 Flüchtlinge vor der Südküste Spaniens gerettet
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Mehr als 1400 Flüchtlinge vor der Südküste Spaniens gerettet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:22 29.07.2018
Flüchtlinge warten im Hafen von Tarifa nach ihrer Rettung in der Straße von Gibraltar durch den spanischen Seerettungsdienst. Quelle: Marcos Moreno/ap
Madrid

Die spanische Seenotrettung hat vor der Südküste des Landes innerhalb von drei Tagen mehr als 1400 Flüchtlinge auf mehreren Dutzend Booten gerettet.

Allein am Freitag seien 888 Migranten im Alborán-Meer und in der Straße von Gibraltar im westlichen Mittelmeer aufgegriffen worden, teilten die Behörden auf Twitter mit. Am Samstag seien weitere 334 Menschen gerettet worden, am Sonntag bis zum Nachmittag rund 200, die auf 20 kleinen Schlauchbooten von Nordafrika aus in See gestochen seien, zitierte die Nachrichtenagentur Europa Press am Nachmittag einen Sprecher des Seerettungsdienstes.

Seit Wochen reißt der Flüchtlingsstrom nach Spanien nicht ab. Zuletzt hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitgeteilt, dass das Land zum neuen Hauptziel illegaler Migranten geworden sei. Die Zahl übertrifft mittlerweile die Ankünfte in Italien und Griechenland. Am vergangenen Wochenende waren ebenfalls weit über 1000 Flüchtlinge gerettet und in andalusische Häfen gebracht worden.

Innenminister Fernando Grande-Marlaska besuchte am Samstag die Region, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Wie die Regierung twitterte, lobte der Politiker dabei speziell „die Professionalität und die Humanität“ von örtlicher Polizei und Guardia Civil. Bisher sei die Situation in Andalusien unter Kontrolle, betonte Grande-Marlaska, fügte aber hinzu, die Flüchtlingskrise sei „ein europäisches Problem, das einer europäischen Lösung bedarf“.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Burn-out, ADHS, Depression – die Deutschen scheinen psychisch angeschlagen zu sein. Ist der gnadenlose Kapitalismus schuld daran? Keinesfalls, sagt der Soziologe Martin Dornes. Er meint sogar: Es geht uns besser, als wir denken.

29.07.2018

Weil ihr Boot untergegangen war, starben sechs Flüchtlinge aus der Türkei auf dem Weg nach Griechenland. Unter ihnen drei Säuglinge. Neun Menschen konnten gerettet werden.

29.07.2018

Voraussichtlich im Herbst wird Recep Tayyip Erdogan Deutschland besuchen – das erste Mal seit seiner Übernahme des Präsidialamtes. Er dürfe nicht als „normaler Präsident einer Demokratie“ empfangen werden, kritisierte Grünen-Politiker Cem Özdemir. AfD-Politikerin Alice Weidel ging noch einen Schritt weiter.

29.07.2018