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Politik im Rest der Welt Merkel startet in den Wahlkampf
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21:14 12.08.2017

Die Halle war voll, die Stimmung gut, die Kanzlerin entspannt: Ausgerechnet in der SPD-Hochburg Dortmund startete Angela Merkel (CDU) ihren Wahlkampf zur Bundestagswahl. Den Ort für den Auftakt ihrer rund 50 Stationen zählenden Deutschlandtour hatte sie wohl mit Bedacht gewählt. Mitten im Herz der Sozialdemokratie. Allerdings schlägt dieses in der Ruhrgebietsmetropole heute längst nicht mehr so kraftvoll wie in früheren Jahrzehnten.

In der kleinen Westfallenhalle 2 brandete der Kanzlerin der Applaus von 800 Zuhören entgegen. „Wir wollen arbeiten für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“, gab Angela Merkel zum Auftakt das Motto aus. So blieb es bei Wohlfühlthemen der CDU. Die Kanzlerin lobte bisherige Erfolge in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und kündigte eine weitere Halbierung bis zur Vollbeschäftigung an.

Stabile Renten, geeignete Jobs für Langzeitarbeitslose ohne Perspektive oder mehr Hilfen für Familien und Erwerbsgeminderte. Das entsprach dem Wunsch des Publikums. Dass dann auch noch schummelnde Autobosse in der Dieselaffäre eins aufs Dach bekamen, kam besonders gut an. „Weite Teile der Automobilindustrie haben unglaubliches Vertrauen verspielt.“

Ihrem Widersacher, SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, gönnte sie nicht einmal einen Seitenhieb – die CDU befindet sich sechs Wochen vor der Wahl im Umfragehoch.Eine komfortable Ausgangslage für den jetzt anziehenden Wahlkampf. Da kam der sonst eher nüchternen Merkel sogar ein Scherz über die Lippen, als sie auf die Möglichkeiten des autonomen Fahrens im Straßenverkehr hinwies: „Wer nicht so gut einparken kann, kann's ja heute schon automatisch versuchen. Ich spreche da vor allem die Männer an.“

LN

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